Halbinsel Fortalesa: Zutritt nur für Vips?

Lokalpartei beklagt, dass das unter Denkmalschutz stehende Anwesen entgegen der gesetzlichen Vorgaben nicht besucht werden kann

26.11.2014 | 10:18
Halbinsel Fortalesa mit denkmalgeschützter Festung: "Alternativa" fordert Besuchsrecht für Einheimische
Halbinsel Fortalesa mit denkmalgeschützter Festung: "Alternativa" fordert Besuchsrecht für Einheimische

Es ist eines der beeindruckendsten Anwesen auf Mallorca: Die Halbinsel Fortalesa bei Pollença mit ihrer im Jahr 1622 fertiggestellten Festung ist zwar in Privatbesitz, steht aber unter Denkmalschutz (BIC). Anwesen dieser Kategorie müssen laut Gesetz mindestens vier Mal im Jahr "Tage der offenen Tür" anbieten, damit Besucher die historischen Gemäuer bewundern können.

Doch auf Fortalesa wird dies wohl nicht eingehalten. Wie die Lokalpartei "Altenativa per Pollença" beklagt, habe sich die Halbinsel in eine "Sehenswürdigkeit für Vips" verwandelt. Denn statt die Tore für interessierte Einheimische zu öffnen, fänden dort in regelmäßigen Abständen Privatpartys der höheren Gesellschaft statt.

Das Anwesen, das Mitte 2008 für 125 Millionen Euro zum Kauf angeboten worden war, gehört seit einigen Jahren einem Briten, der aber nur selten vor Ort ist. Dafür vermietet er die Festung sowie die sechs Gebäude auf der 90.000 Quadratmeter großen Halbinsel für private Events. In Kürze soll auf Fortalesa die Hochzeit des mallorquinischen Basketballprofis Rudy Fernández stattfinden, im August 2013 wurde dort die deutsche Komödie "Da muss Mann durch" mit Jan Josef Liefers gedreht.

Besonders erboste die Politiker von Alternativa ein Feuerwerk, das bei einem Event im Oktober auf der Halbinsel gezündet worden sei – das Gelände rund um Fortalesa steht unter Naturschutz, weshalb die vom Umweltministerium erteilte Erlaubnis für ein Feuerwerk angesichts der Brandgefahr "skandalös" sei, so Alternativa.

Pollenças Bürgermeister Tomeu Cifre räumte, dass es ein Problem mit den Besuchsregelungen des Anwesens gäbe. Allerdings könne die Gemeinde nicht eingreifen – dies sei Zuständigkeit des Inselrates, der für Denkmalschutz zuständig sei.

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