Calvià will jetzt auch Freier bestrafen

Was die neuen Benimmregeln in der Großgemeinde bringen

21.05.2015 | 02:30
Eine Prostutierte auf Kundenfang.

Die Großgemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca will künftig nicht nur Prostituierte, sondern auch Freier mit Strafen belegen. Das sieht die neue Verordnung vor, mit der die Gemeinde dem Beispiel der Playa de Palma folgt und unter anderem Trinkgelage auf offener Straße verbietet. Auch der Sex auf offener Straße soll mit Geldbußen belegt werden.

Das Verbot gilt laut Artikel 85 für den öffentlichen Raum in einer Entfernung von weniger als 500 Metern von Wohnungen genauso wie in der Umgebung von Hotels, Schulen oder Sportanlagen. Die Gemeinde begründet diese Vorschriften mit dem Jugendschutz, dem gesellschaftlichen Miteinander sowie dem Schutz der Frauen. Die Strafen sollen im Wiederholungsfall vollstreckt werden und zwischen 750 sowie 3.000 Euro betragen.

Unterdessen haben in Magaluf die ersten Exzesse britischer Urlauber Zweifel an der Wirksamkeit der neuen Verordnung geweckt, die derzeit öffentlich ausgelegt ist und noch im Mai in Kraft treten soll. Gruppen jugendlicher Urlauber hielten wieder Trinkgelage ab und zogen halbnackt durch die Straßen. /ff

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