Betrug bei Abwrackprämie auf Mallorca: 21 Autohändler angeklagt

Autohäuser hatten laut Anklage Unterschriften von Kunden gefälscht, um die staatlichen Hilfen selbst zu kassieren

19.05.2015 | 10:42
Auch Schrott kann noch viel Geld bringen.

Eigentlich sollte der 2009 von der spanischen Regierung gestartete Plan Renove Autofahrer belohnen, die ihren über zehn Jahre alten Wagen verkaufen und ein neues Auto erwerben, das sicherer und umweltschonender ist. Doch 21 Autohändler auf Mallorca sollen diese staatliche Subvention, die bis zu 1.500 Euro pro Auto betragen hat, zur persönlichen Bereicherung genutzt haben. Deshalb hat nun die Staatsanwaltschaft insgesamt 62 Jahre Haft für die Angeklagten gefordert. Der Prozess soll Mitte Juli beginnen.

Die Autohändler hatten mit einer Firma für Autoverschrottung zusammengearbeitet. Dieses Unternehmen spezialisierte sich darauf, alte und schrottreife Wagen direkt bei der Verkehrsbehörde abzumelden. Die nichtsahnenden Eigentümer gaben ihre Papiere ab und kümmerten sich ab dann nicht mehr um ihr Auto.

Das Unternehmen gab die Dokumentation an die Autohändler weiter, die nun wiederum beim Verkauf eines Neuwagens die Papiere mit den Namen der neuen Kunden fälschten und so die Abwrackprämie kassierten. Insgesamt betrogen die Beteiligten den Staat laut Anklage so um rund 21.000 Euro. /jk

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