Einstige Königsyacht "Foners" wieder zu haben

Die Reederei Baleària kann nun doch nichts mit den Rolls Roys-Schiffsmotoren anfangen

26.05.2015 | 11:45
Im Hafen von Denia am Festland harrt die "Foners" ihres Schicksals.

Die ehemalige Yacht von König Juan Carlos - früher unter dem Namen "Fortuna", jetzt als "Foners" bekannt - wäre wieder zu haben. Die Reederei Baleària, die das Schiff im Juli 2014 für 2,2 Millionen Euro erworben hatte, will es nun wieder los werden – da sich die Rolls Roys-Motoren der Yacht anders als gedacht doch nicht für den Antrieb einer Baleària-Fähre eignen.

Die Umrüstung der "Foners"-Turbinen auf Flüssiggas habe sich am Ende als aus technischer Sicht zu kompliziert und vor allem zu kostspielig erwiesen, teilte die Reederei mit. Damit rechne sich die Nutzung der Rolls Roys-Motoren nicht mehr. An seinem Vorhaben, aus Gründen der Nachhaltigkeit künftig verstärkt auf Flüssiggas zu setzen, will das Unternehmen dennoch festhalten. Noch in diesem Jahr soll die erste spanische Fähre mit einem gasbetriebenen Hilfsmotor ausgestattet werden, heißt es.

Die "Forners" galt aufgrund ihrer potenten Motoren als eine der schnellsten Yachten der Welt, die es auf eine Geschwindigkeit von bis zu 68 Knoten bringen konnte. Mit dem Boot war König Juan Carlos oft auch an der Küste von Mallorca unterwegs. 2013, und somit mitten in der Krise, hatte das Königshaus allerdings beschlossen, die Yacht an den einstigen Spender, den Unternehmerverband Fundatur, zurückzugeben. Fundatur verkaufte die "Foners" daraufhin an Baleària.  /sts

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