Großreinemachen am Traumstrand Es Trenc

Berge an Seegras weggeschafft. Doch ist die Säuberung des wohl schönsten Strandes auf Mallorca auch fachgerecht? Weiter keine Lösung für Parkplatzproblem

30.05.2015 | 15:59
Urlauber, Ihr könnt kommen. Säuberungsarbeiten am Es Trenc-Strand.

An dem wohl bekanntesten Strand Mallorcas, Es Trenc im Süden der Insel, schaffen Arbeiter mit schwerem Gerät große Mengen an Seegras weg. Das ist an sich noch nichts Besonderes: Die große Mengen an angeschwemmter "poseidonia" sind ein Zeichen dafür, dass das Ökosystem im Meer noch relativ intakt ist, und ähnliche Säuberungsaktionen finden jedes Jahr zu Beginn der Saison statt, um Urlaubern und Einheimischen ein möglichst ungetrübtes Strandvergnügen zu ermöglichen.

Gleichzeitig entbrennt aber auch jedes Jahr wieder die Diskussion über die Schäden, die damit angerichtet werden. Kritiker bemängeln, dass mit dem schweren Gerät zu viel Sand abgetragen wird. Ohnehin ist es dem Strand nicht zuträglich, das Seegras wegzuschaffen. Bliebe es liegen, würde es Strand und Dünen vor weiterer Erosion schützen. Der Es Trenc-Strand ist über die Jahre immer schmaler geworden.

Unterdessen ist immer noch keine Lösung für das Parkplatzproblem von Ses Covetes in Sicht. Sebastiá Sagreras, der wiedergewählte konservative Bürgermeister der zuständigen Gemeinde Campos, will jetzt erst einmal die Bildung des neuen Inselrats und der neuen Landesregierung abwarten. Der große Privatparkplatz in Ses Covetes war vergangenes Jahr auf gerichtliche Anordnung hin geschlossen worden, weil er sich in einem Naturschutzgebiet befindet.

Dem Rathaus steht noch zusätzlicher Ärger ins Haus: Wie die Zeitung "Ara Baleares" berichtet, hat eine Firma die Vergabe der Strandliegen und Strandbars an den Stränden der Gemeinde Campos angefochten. In der Aussschreibung sei eine fünfjährige Erfahrung auf dem Gebiet des Strandmanagements gefordert worden. Das sei rechtwidrig. In dem Verfahren wurde über den Verleih von 909 Strandliegen, 473 Sonnenschirmen und 6 Strandbars an vier Stränden der Gemeinde entschieden. Das Mindestgebot lag bei knapp 900.000 Euro. /ck

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