Tunesien-Attentat: Offene Fragen und schärfere Kontrollen

Der Riu-Konzern wies Vorwürfe, zu spät reagiert zu haben, zurück - erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Spanien

29.06.2015 | 10:10
Trauer am Strand
Fotogalerie: Nach dem Attentat

Nach dem Anschlag auf ein Haus der mallorquinischen Hotelkette Riu am Freitag (26.6.) hat der Konzern Vorwürfe, nicht schnell genug reagiert zu haben, zurückgewiesen. Die Rezeptionisten des Hotels "Imperial Marhaba" hätten "umgehend" die Polizei verständigt, als die ersten Schüsse gefallen seien, hieß es bei dem Konzern mit Firmensitz auf Mallorca.

Zuvor hatte der tunesische Innenminister Mohammed Nahem Gharsalli von Versäumnissen bei der Sicherheit im Hotel gesprochen. Die Polizei sei erst verständigt worden, als das Attentat, bei dem 39 Personen starben, bereits weit fortgeschritten gewesen sei. Nach Medienangaben hatte der Terrorist länger als eine halbe Stunde wahllos auf Urlauber am Strand schießen können, bevor er gestoppt wurde.

Während in Tunesien die Sicherheitsmaßnahmen massiv erhöht wurden, hat auch die spanische Regierung die Vorsichtsmaßnahmen verschärft - die Warnstufe wurde auf vier erhöht, die Höchstufe ist fünf. Das hat zur Folge, dass auch auf Mallorca strategisch wichtige Orte wie Flughafen oder Hafen seit dem Wochenende stärker bewacht werden. Auch in der Umgebung institutioneller Gebäude sind mehr Beamte Dienst. Statt regulärer Verkehrskontrollen finden an strategischen Punkten stattdessen Sicherheitskontrollen statt. /ff

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen
Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |