Gefahrengut an Bord der "Sorrento" begünstigte Brand

Die Fähre war im April vor der Küste von Mallorca in Flammen aufgegangen

06.08.2015 | 09:30
Fotogalerie: Vom Brand bis zur Bergung der "Sorrento"

Das Feuer auf der Ende April vor Mallorca in Brand geratenen ­Fähre „Sorrento" konnte sich durch illegal transportierte, leicht entflammbare Gefahrengüter schnell ausbreiten. Zu diesem Ergebnis sind jetzt Ermittler der ­Guardia Civil gekommen, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet. Die Löscharbeiten seien erschwert worden, da die chemischen Substanzen als Brandbeschleuniger gewirkt hätten.

Verursacht worden war der Brand vermutlich durch einen Kurzschluss. Gelöscht war er erst nach zwei Tagen. Die Fähre war anschließend in den Hafen von Sagunto geschleppt worden. Dort wurden die Ermittler auf die nicht deklarierten Gefahrengüter aufmerksam.

Um ähnliche Vorfälle zu vermeiden, wurden jetzt vier Tonnen mutmaßlich gefährlicher Ware in Palmas Hafen beschlagnahmt. Dabei handelt es sich um Schwefelsäure, ätzende Flüssigkeiten und Trichlorisocyanur­säure, wie es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch (5.8.) heißt. Versteckt waren die Güter in 14 Lkw – offenbar um sich die Kosten für den offiziellen Gefahren­transport zu sparen.  /ff

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