Irisches Urlauberpaar wollte behinderten Sohn auf Mallorca zurücklassen

Die Eltern wurden am Flughafen in Palma festgenommen und in einem Schnellverfahren zu einem Jahr Gefägnis auf Bewährung verurteilt

04.09.2015 | 10:48
Ein Elternpaar aus Irland wollte den Heimflug antreten, obwohl sie ihren Sohn auf der Insel verloren hatten.

Weil der Junior nicht einsehen wollte, dass die Ferien nun zu Ende sind, haben seine Eltern in kurzerhand in einem Hotel in Port d'Alcúdia zurückgelassen. Ein Urlauberpaar aus Irland ist am Mittwoch (4.9.) einfach mit seinen drei anderen Kindern in den Bus zum Flughafen gestiegen, um die Heimreise anzutreten, ohne sich um den Verbleib des ältesten Sohnes zu kümmern, der obenderein leicht geistig behindert ist. 

Über die weiteren Geschehnisse gehen die Medienberichte auseinander: Einerseits heißt es, Hotelmitarbeiter und -gäste, die den Vorfall bemerkt haben, hätten die Polizei verständigt. Andererseits sollen die Eltern selbst die Guardia Civil informiert haben, dass ihr Sohn in Alcúdia zurückgeblieben ist. Fest steht jedenfalls, dass das Paar kurz bevor es in den Flieger stieg am Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen wurde.

Der Jugendliche indes wurde von den Kollegen in der Nähe des Hotels in Alcúdia gefunden. Anschließend wurden alle vier Kinder in ein Pflegeheim in Alaró gebracht, während die Eltern wegen Verletzung der Aufsichtspflicht am Donnerstag (3.9.) in einem Schnellverfahren am Amtsgericht von Inca zu je einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt wurden.

Da das Paar sich einsichtig zeigten und als ungefährlich eingestuft wurde, durften die Kinder noch am selben Tag zu ihren Eltern zurückkehren und mit diesen die Insel Richtung Heimat verlassen. /sts

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