Riu Hotels erwägt Rückzug aus Tunesien

Die mallorquinische Hotelkette evaluiert nach dem Terror-Anschlag im Juni die Zukunft ihrer Häuser in dem nordafrikanischen Land

22.09.2015 | 11:38
Gedenktafel für die 38 Touristen, die bei dem Attentat im Juni ums Leben kamen.

Ungewisse Zukunft für zehn Riu Hotels in Tunesien: Die mallorquinische Kette erwägt, sich aus dem nordafrikanischen Land zurückzuziehen. Tunesische Medien sowie "El Mundo" berichteten, dass die Mallorquiner bereits beschlossen hätten, ihre insgesamt zehn Hotels in Tunesien ab Januar 2016 zu schließen. Nach Informationen der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" analysiert Riu noch, was mit den Häusern geschehen soll.

Ende Juni war eines der Riu Hotels, das Marhaba Imperial, Schauplatz eines Terroranschlags gewesen. 38 Menschen kamen ums Leben. Seither sind die Buchungszahlen im ganzen Land massiv eingebrochen. Drei Riu-Hotels sind nach Angaben von Efe deshalb frühzeitig in die Winterpause gegangen und haben bereits geschlossen.

Unternehmenskreise hatten dem "Diario de Mallorca" am Montag bestätigt, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Die Kette betreibe seit 15 Jahren Hotels in Tunesien und bedenke ihre Strategie derzeit in Ruhe. Gleichzeitig bestätigte Riu gegenüber Efe, dass die aktuelle Situation für den Tourismussektor in dem Land sehr kompliziert sei. In Absprache mit den einzelnen Besitzern will die Kette nun von Fall zu Fall über die Zukunft der Hotels entscheiden. /jw

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