Pep Cola: Streit mit Pepsi geht vor Gericht

Die Newcomer auf dem Brausemarkt von der Insel fühlen sich von dem US-Multi drangsaliert

29.09.2015 | 15:03
Pep und Pepsi

Der Streit zwischen Pepsi Cola und der 2014 gegründeten, auf der Insel ansässigen Lemon Factory wird definitiv vor Gericht ausgetragen. Man wolle diesen Weg jetzt gehen, um eine Entscheidung zu erzwingen, sagte Carme verdaguer, die Chefin des Start-Up-Brauseunternehmens, der Zeitung "Diario de Mallorca".

Der amerikanische Riesenkonzern hatte sich über eine mögliche Verwechslungsgefahr aufgeregt und bei der spanischen Patentbehörde OEPM durchgesetzt, dass die Bezeichung Pep Cola nicht verwendet werden darf. Daraufhin kürzten die Macher den Namen für die Brause einfach, und seitdem heißt sie Pep. Die Zitronenlimonade heißt dagegen weiter Pep Lemon, was Pepsi ebenfalls nicht möchte. Eine seit erst einigen Wochen auf dem Markt befindliche Orangenlimonade wird wie die Cola unter der Bezeichnung Pep vertrieben.

Den typisch balearischen Namen Pep könne ein Großkonzern nicht für sich in Anspruch nehmen, so Carme Verdaguer. Man verwende ihn, um die Kunden auf Mallorca direkt anzusprechen. Außerdem wolle man gar nicht mit einem Riesen-Konzern wie Pepsi-Cola konkurrieren.

Für die Pep-Limonade werden wegen ihres ­unattraktiven Äußeren nicht zum Verkauf bestimmte Insel-Zitronen benutzt, die normalerweise als Ausschussware weggeworfen werden. In Flaschen wird das Ganze im Dorf Petra in der letzten unabhängigen Abfüllanlage Mallorcas namens Carbónicas Paduana gefüllt. Die Getränke werden in angesagten Bars verkauft. /it

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