Busfahrer wollen tätliche Angriffe nicht länger hinnehmen

30 Angestellte der öffentlichen Verkehrsbetriebe protestierten am Freitag (2.10.) gegen Übergriffe von Fahrgästen

03.10.2015 | 10:34
Schluss mit lustig: Palmas Busfahrer protestieren gegen Angriffe am Arbeitsplatz.

Palmas Busfahrer haben die Schnauze voll: Während es zwischen Januar und April 2015 nur einen Übergriff auf einen der Fahrer gegeben hatte, waren es zwischen Mai und August derer sieben. 30 Busfahrer haben am Freitag (2.10.) unter dem Motto "basta ya de agresiones" auf der Plaça d'Espanya im Zentrum von Palma auf ihre Situation aufmerksam gemacht.

Sie forderten, die Sicherheitsvorkehrungen, die im Prinzip existieren aber oft nicht funktionieren, besser zu warten. So seien zahlreiche Kameras außer Betrieb. In vielen Bussen funktioniere außerdem der Notrufknopf nicht. Zudem sei früher die Ortspolizei sofort zur Stelle gewesen, wenn es ein Problem in einem Bus gegeben habe, doch der frühere Bürgermeister von Palma, Mateo Isern (PP) hatte dieses Mandat zurückgezogen.

Neben tätlichen Angriffen bereiten den Busfahrern aber auch Beleidigungen bis hin zu Todesdrohungen von Seiten der Fahrgäste große Sorgen. Bis zu 60 schwere Beleidigungen wurden in den vergangenen Monaten angezeigt, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Einige Busfahrer hatten sich nach derartigen Vorfällen wegen psychischer Probleme krankschreiben lassen. /jk

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