Deutscher Polizist soll für Vergewaltigung einer Touristin sieben Jahre in Haft

Dies forderte die Staatsanwaltschaft beim am Montag (9.11.) zu Ende gegangenen Gerichtsprozess in Palma de Mallorca

10.11.2015 | 10:40

Ein 28-jähriger deutscher Polizist soll für sieben Jahre ins Gefängnis, weil er 2012 während eines Urlaubs an der Playa de Palma eine 17-jährige Touristin vergewaltigt haben soll. Dies forderte die Staatsanwaltschaft im Rahmen des Gerichtsprozesses in Palma de Mallorca, der am Montag (9.11.) zu Ende gegangen ist. Der Schuldspruch und das endgültige Urteil stehen jedoch noch aus.

Das mutmaßliche Opfer, eine Spanierin, und der Angeklagte hatten sich im Juli 2012 in der bekannten Diskothek MegaPark kennengelernt. Anschließend soll der Polizist mit der 17-Jährigen an den Strand gegangen sein, wo er ihren stark alkoholisierten Zustand in den Augen der Staatsanwaltschaft eiskalt ausgenutzt haben soll, um Geschlechtsverkehr mit ihr zu haben.

Die Frau beteuerte vor Gericht, sich wegen ihres volltrunkenen Zustands an nichts erinnern zu können - nur dass sie am nächsten Morgen im Krankenhaus Son Espases erwacht sei. Die dortigen Ärzte schlossen eine Vergewaltigung nicht aus.

Der Angeklagte gab zwar zu, dass er die Frau bereits auf der Tanzfläche der Disco mit den Fingern penetriert hatte, betonte aber, dass dies in gegenseitigem Einvernehmen geschehen sei. Dass es danach am Strand zum Sex kam, stritt der Deutsche hingegen ab. Ein Unbekannter habe sie dort überrascht und auf ihn eingeschlagen, daraufhin habe er von der Frau abgelassen und das Weite gesucht.

Neben einer Haftstrafe von sieben Jahren fordert die Staatsanwaltschaft eine Schmerzensgeldzahlung von 3.000 Euro an das Opfer. /sts

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