Pokerspiel: Gläubiger treibt Schuldner fast in den Tod

Zwei Jahre Haft für einen 76-Jährigen, der mit Drohungen 240.000 Euro einzutreiben versuchte

22.11.2015 | 08:05
Blick auf das Oberlandesgericht in Palma de Mallorca.

Das Oberlandesgericht der Balearen in Palma de Mallorca hat am Mittwoch (18.11.) einen 76-Jährigen zu zwei Jahren Haft verurteilt, der von einem Mann erpresserisch rund 240.000 Euro eintreiben wollte, die dieser beim Pokerspiel verloren hatte.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Täter sein Opfer seit 1998 systematisch bedroht hatte. Unter anderem verlieh er seiner Forderung mit einer Pistole auf dem Beifahrersitz seines Autos Nachdruck. Auch sprach er Todesdrohungen gegen die Frau seines Opfers aus.

Das Opfer hatte bei mehreren Poker-Runden an einem Abend 40 Millionen Peseten (rund 240.000 Euro) verloren und diese Schulden mit einer Unterschrift anerkannt. Der Mann zahlte tatsächlich Teile davon in Raten ab und musste dafür sogar Hypotheken für zwei Wohnungen aufnehmen. Er versuchte, sich im Januar 2013 in Port d'Andratx das Leben dadurch zu nehmen, dass er durch einen Schlauch Abgase in sein Auto leitete. Dies konnte die Polizei jedoch verhindern. /it

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