Poloplatz am Es Trenc-Strand soll legalisiert werden

Zudem hat der deutsche Besitzer des Landguts sa Barralina den Bau eines zweiten Polofeldes beantragt.

06.01.2016 | 11:03
Polosportler auf Mallorcas erstem Polofeld nahe des Es Trenc-Strandes bei Ses Covetes.

Der umstrittene Poloplatz sa Barralina bei Ses Covetes am Es Trenc-Strand beschäftigt erneut die Gemeinde Campos und die Balearenregierung. Die Gesellschaft Es Figueral Gran SLU, hinter der der deutsche Unternehmer Daniel Crasemann steckt, hat die Legalisierung der bereits bestehenden Anlage sowie eine Baugenehmigung für ein zweites Polofeld und einen Pferdehof beantragt. Beide Projekte werden 30 Tage lang öffentlich ausgelegt, damit sich die Bürger darüber informieren und gegebenenfalls Einwände vorbringen können.

Das Anwesen sa Barralina hatte Crasemann bereits vor 18 Jahren erworben und dort einige Jahre später Mallorcas ersten Poloplatz angelegt, auf dem immer wieder private Turniere stattfanden. Zwischen 2000 und 2002 erteilte die zuständige Gemeindeverwaltung von Campos zudem mehrere Lizenzen zur Sanierung und zum Umbau der bestehenden Gebäude. Der ehemalige Kuhstall des Landguts wurde daraufhin in Ställe für rund 120 Pferde umgewandelt, daneben wurden Garagen, Umkleiden und ein Empfangssaal geschaffen. Im einstigen Bauernhaus entstand ein nobles Agroturismo-Hotel mit 13 Zimmern.

Unbeachtet blieb dabei allerdings, dass sich die bestehenden Gebäude des Landguts auf einem Naturschutzgebiet befinden, das Areal aber nie an das seit 1956 gültige Bodengesetz angepasst wurde. Die verzwickte Situation ist längst auch im Rathaus von Campos bekannt, weil jedoch niemand Anzeige gegen die Polo-Anlage erstattet hat, duldete man das Projekt bislang. "Jede Aktivität, die Sport und Landwirtschaft verbindet, erscheint mir prinzipiell positiv", sagte Bürgermeister Sebastià Sagreras (PP) auf Nachfrage des "Diario de Mallorca".

Möglich macht die nachträgliche Legalisierung das vor einigen Monaten inkraft getretene "Ley Company", ein nach dem ehemaligen balearischen Landwirtschaftsminister benanntes Gesetz, wonach unter anderem illegal in ländlichem Gebiet errichtete Bauten im Rahmen einer Amnestie gegen Zahlung einer Gebühr genehmigt werden können. /sts

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