Ex-Militärs gestehen bewaffnete Raubüberfälle auf Mallorca

Die Bande schlug zwischen 2011 und 2013 mit von der Armee gestohlenen Waffen zu.

23.02.2016 | 11:31
Zwei der Angeklagten bei dem Prozess am Montag.

Fünf der in der Operation Kraken verhafteten Ex-Militärs haben am Montag (22.2.) vor einem Gericht in Palma gestanden, zwischen 2011 und 2013 eine Serie bewaffneter Überfälle auf Luxusanwesen auf Mallorca geplant und ausgeführt zu haben. Zu den Opfern gehörten bekannte Unternehmer und Führungskräfte wie María José Hidalgo, Generaldirektorin der Fluglinie Air Europa oder Betreiber der Juwelierkette Miró.

Nach dem Geständnis der seit 2013 in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten plante die Bande die Überfälle bis ins Detail. In einem Fall habe sich einer der Täter tagelang in der Nähe des Anwesens aufgehalten, um den Wachhund zu füttern und ihn so an sich zu gewöhnen. Die maskierten Täter trugen bei den Überfällen militärische Tarnanzüge und benutzten Waffen, die sie zuvor bei der Armee gestohlen hatten, darunter ein Sturmgewehr des Typs HK G36.

Der Hauptangeklagte, der ehemalige Unteroffizier Carlos T. A., gestand seine Teilnahme an den Raubüberfällen, bestritt aber den Vorwurf, der Anfüher der Bande gewesen zu sein. Da in Spanien die Strafen für Wiederholungsdelikte summiert werden, drohen ihm bis zu 200 Jahre Gefängnis.  /tg

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