Touristensteuer auf Mallorca tritt erst im Juli in Kraft

Die endgültige Verabschiedung der Abgabe ist für kommende Woche geplant

16.03.2016 | 09:16
Jeder Urlauber soll die Abgabe ab Juli zahlen.

Tarife: So viel soll es kosten

  • Fünf-Sterne- und Vier-Sterne-Superior-Hotels: 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Vier-Sterne- und Drei-Sterne-Superior-Hotels: 1,50 Euro (Nebensaison 0,75 Euro)
  • Ein- bis Drei-Sterne-Hotels: 1 Euro (Nebensaison 0,50 Euro)
  • Ferienapartments (vier Schlüssel): 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Ferienapartments (drei Schlüssel Superior): 1,50 Euro (Nebensaison: 0,75 Euro)
  • Ferienapartments (ein bis drei Schlüssel): 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • An Urlauber vermietete Privatwohnungen und Fincas: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Landhotels: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Hostals, Pensionen und Campingplätze: 0,50 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Herbergen: 0,50 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Kreuzfahrtschiffe: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)

Die geplante Touristensteuer auf Mallorca soll erst im Juli in Kraft treten - einen Monat später als geplant. Das haben die Parteien der Linksregierung am Dienstag (15.3.) nach einem Antrag der oppositionellen Regionalpartei El Pi beschlossen. Das Datum im Juli sei realistischer, hieß es - obwohl die sozialistische Ministerpräsidentin Francina Armengol noch auf der Tourismusmesse ITB vergangene Woche die Abgabe für Juni angekündigt hatte.

Endgültig beschlossen werden soll die Steuer durch das Balearen-Parlament am Dienstag kommender Woche, spätestens in der Woche darauf. Inzwischen herrscht auch Einigkeit, wie die Einnahmen auf die verschiedenen Balearen-Inseln verteilt werden sollen: Geplant ist, mindestens 60 Prozent gemäß der Einwohnerzahl aufzuteilen, womit auf Mallorca mindestens 42 bis 45 Prozent der Einnahmen entfielen.

Vom Tisch ist unterdessen die Forderung der linken Regionalpartei Més per Mallorca, einen Teil der Einnahmen für den Bau von Altersheimen zu verwenden. Dies wurde mit den Stimmen der Protestpartei Podemos sowie der oppositionellen Konservativen abgelehnt.

Die neue Abgabe soll je nach Art der Unterkunft und der Reisezeit zwischen 0,25 und 2 Euro betragen. Die erhofften Einnahmen von jährlich 50 bis 80 Millionen Euro sollen in Nachhaltigkeit, Umwelt- und Landschaftsschutz, aber auch touristische Infrastruktur und Innovation investiert werden.   /ff

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