Touristensteuer vor der Verabschiedung

Balearen-Parlament will die Mallorca-Kurtaxe am Dienstag (22.3.) endgültig beschließen. Sie soll am 1. Juli Kraft treten

22.03.2016 | 19:49
Letzte Beratungen über die Touristensteuer in der vergangenen Woche.
Letzte Beratungen über die Touristensteuer in der vergangenen Woche.

Tarife: So viel soll es kosten

  • Fünf-Sterne- und Vier-Sterne-Superior-Hotels: 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Vier-Sterne- und Drei-Sterne-Superior-Hotels: 1,50 Euro (Nebensaison 0,75 Euro)
  • Ein- bis Drei-Sterne-Hotels: 1 Euro (Nebensaison 0,50 Euro)
  • Ferienapartments (vier Schlüssel): 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Ferienapartments (drei Schlüssel Superior): 1,50 Euro (Nebensaison: 0,75 Euro)
  • Ferienapartments (ein bis drei Schlüssel): 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • An Urlauber vermietete Privatwohnungen und Fincas: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Landhotels: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Hostals, Pensionen und Campingplätze: 0,50 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Herbergen: 0,50 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Kreuzfahrtschiffe: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)

Das Balearen-Parlament will am Dienstag (22.3.) die geplante Touristensteuer für Mallorca und die Nachbarinseln verabschieden. In Kraft treten würde die Abgabe noch in diesem Jahr, aller Voraussicht nach ab dem 1. Juli.

In den vergangenen Wochen hatten sich die Parteien der Linksregierung darauf geeinigt, wie die Einnahmen auf die verschiedenen Inseln verteilt werden sollen: Geplant ist, mindestens 60 Prozent gemäß der Einwohnerzahl aufzuteilen, womit auf Mallorca mindestens 42 bis 45 Prozent der Einnahmen entfielen.

Der Vorstoß der Més-Fraktion, auch soziale Projekte wie den Bau von Senioren-Residenzen von der Touristensteuer finanzieren zu können, wurde von Podemos und der PP bislang abgelehnt. Vermutlich wird auch ein entsprechender Antrag im Plenum am Dienstag keine Mehrheit finden.

Die neue Abgabe soll je nach Art der Unterkunft und der Reisezeit zwischen 0,25 und 2 Euro betragen. Die erhofften Einnahmen von jährlich 50 bis 80 Millionen Euro sollen in Nachhaltigkeit, Umwelt- und Landschaftsschutz, aber auch touristische Infrastruktur und Innovation investiert werden. /tg

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