Lehrerregister für Sexualstraftaten

Gewerkschaften fordern Ausweitung auf weitere Berufe, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten

14.04.2016 | 10:58
Lehrer begrüßen die Maßnahme mit gemischten Gefühlen.
Lehrer begrüßen die Maßnahme mit gemischten Gefühlen.

Die balearische Schulbehörde verlangt ab dem kommenden Schuljahr von allen Lehrern auf Mallorca und den Nachbarinseln einen Nachweis darüber, dass sie keine Sexualstraftaten begangen haben. Hintergrund ist eine Änderung im Kinderschutzgesetz, wegen der im März ein Zentralregister für Sexualstraftaten eingeführt wurde. Wer sich für eine Stelle als Lehrer bewirbt, muss künftig zustimmen, dass die Behörden die entsprechenden Daten im Zentralregister prüfen, oder per Führungszeugnis selbst einen entsprechenden Nachweis erbringen.

Die Lehrergewerkschaft öffentlicher Schulen STEI-i begrüßte auf der einen Seite, dass man Kinder und Jugendliche durch diese Maßnahme schützen wolle. Auf der anderen Seite kritisierte der Sprecher Cosme Orell, dass die Art und Weise der Umsetzung des Gesetzes "nicht so gut" gelungen sei. Es erscheine so, als ob Lehrer unter eine Art Generalverdacht gestellt würden. Wenn Lehrer beweisen müssen, dass sie nicht im Zentralregister für Sexualdelikte gelistet seien, sollten dies auch "alle anderen Berufsgruppen tun, die mit Minderjährigen arbeiten", forderte er.

Der Verband Escola Catòlica, der die halböffentlichen - meist katholischen - Schulen repräsentiert, begrüßte hingegen "jegliche Maßnahmen, die dem Schutz von Minderjährigen dienen", wie Sprecher Bernat Alemany erklärte. Man habe die Lehrer mehrfach in Rundschreiben aufgeklärt und bislang keine Kritik gehört. Auch der Sprecher der Elternverbände Fapa, Vicente Rodrigo, und eine Vertreterin der Hilfsorganisation für misshandelte Kinder, Fundación Rana, begrüßten die Maßnahmen. /tg

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