Tourismusminister: Graffitis spiegeln nicht Stimmung in Bevölkerung wider

Biel Barceló hat gegenüber deutschen Journalisten zu den Schmierereien der vergangenen Woche Stellung bezogen

19.04.2016 | 17:05
Tourismusminister: Graffitis spiegeln nicht Stimmung in Bevölkerung wider

Der balearische Tourismusminister Biel Barceló (Més per Mallorca) hat in einer Gesprächsrunde mit deutschen Journalisten auf Mallorca am Dienstag (19.4.) die touristenfeindlichen Graffitis in Palma verurteilt und klargestellt, dass diese in keiner Weise eine verbreitete Stimmung in der Bevölkerung widerspiegelten.

"Wir setzen ganz klar auf den Tourismus. Es mag den einen oder anderen Residenten geben, der der Branche gegenüber feindlich eingestellt ist. Aber wir sprechen hier von einem Einzelfall." Die Graffitis stammten ganz offensichtlich nur von einer oder zwei Personen. Den allermeisten Einheimischen sei klar, dass der Tourismus Wirtschaftsmotor sei, zahlreiche Arbeitsplätze schaffe und darüber hinaus auch das Zentrum von Palma belebe. "Das halte ich für sehr wichtig", so Barceló. Man bemühe sich mit Erfolg darum, die Balearen-Hauptstadt als ganzjähriges Reiseziel zu vermarkten.

Der Tourismusminister betonte zudem, dass die im Juli in Kraft tretende Öko-Abgabe für Urlauber in keiner Weise dazu gedacht sei, jemanden vom Urlaub auf Mallorca abzuschrecken. "Wenn das so wahrgenommen werden sollte, wäre das ungerecht." Vielmehr sollten Finanzmittel für den Schutz von Landschaft und Kulturerbe erschlossen werden. Der Preis für ein Urlaubspaket verteure sich durch die neue Steuer gerade einmal um ein Prozent, "das ist deutlich weniger als die Preissteigerung in den Hotels". Zu den zahlreichen Destinationen, die eine vergleichbare Abgabe verlangten, seien zuletzt auch Portugal und Malta hinzugekommen.

Der Tourismusminister appellierte außerdem an Hoteliers und Ferienvermieter, die starke Nachfrage nicht dazu auszunutzen, Wucherpreise zu verlangen. "Wir müssen auf dem Teppich bleiben." Weder dürfte Mallorca als Billigreiseziel, noch als Destination mit überzogenen Preisen wahrgenommen werden. Mit einem durchschnittlichen Preisanstieg in diesem Jahr von voraussichtlich fünf bis sechs Prozent sei die Entwicklung mit dem vergangenen Jahr vergleichbar.

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