Mietwagen: Billiganbieter im Visier der Behörden

Das Verbraucherministerium will Low-Cost-Anbieter stärker überwachen. Denn es kommt häufig zu Beschwerden

04.06.2016 | 15:59
Besonders Touristen beschweren sich über Billig-Anbieter in Sachen Mietwagen.
Besonders Touristen beschweren sich über Billig-Anbieter in Sachen Mietwagen.

Wer ein Mietauto im Internet buchen will, um in seinen Urlaub auf Mallorca mobil zu sein, der stößt auch oft auf Billig-Anbieter. Doch Vorsicht! Solche Angebote können auch Probleme mit sich bringen. Das zumindest bestätigt das Verbraucherministerium der Balearen. Denn dort gehen immer wieder Beschwerden über Verstöße ein. Deswegen sollen jetzt stärkere Kontrollen eingeführt werden.

Ein Beispiel: Ein Urlauber hat sein Mietauto für vier Euro am Tag gemietet. Bei Ankunft am Flughafen steht dieses aber nicht bereit, sondern muss erst aus einem Industriegebiet abgeholt werden. Dazu organisiert die Autovermietung eine Sammelfahrt. Wartezeit ist vorprogrammiert. Aber nicht nur das: Der Urlauber sieht sich weiteren Kosten gegenübergestellt, von denen er bei Buchung nichts wusste. Das kann den Grundpreis um ein Zehnfaches erhöhen. Weil der Urlauber aber mitten in einem Industriegebiet steht, akzeptiert er die Preiserhöhung.

Das Verbraucherministerium weist außerdem darauf hin, dass es Unternehmen gebe, die Schäden am Auto mehreren Klienten berechnen. Das Problem sei, dass bei Übergabe oder Abgabe oft keine detaillierte Kontrolle über den Zustand des Autos gemacht würde.

Wegen solcher Beschwerden haben das Verbraucher- , Tourismus- und Verkehrsministerium beschlossen, enger zusammenzuarbeiten. Sie wollen die Branche demnächst stärker überwachen. Das heißt konkret, dass sie die Webseiten kontrollieren wollen, um mögliche widerrechtliche Klauseln in den AGB zu finden. Außerdem wollen die Ministerien Informationen untereinander austauschen, um möglichen Betrug aufzudecken.

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