Uneinigkeit über neues Tierschutzgesetz

Die Regierung will auf Mallorca und die übrigen Inseln Stierkampf und Stierhatz verbieten. Jetzt funken die Sozialisten vielleicht dazwischen

05.06.2016 | 14:13
Beim correbou in Fornalutx wird ein Stier durch das Dorf getrieben.

Die Änderungen im Tierschutzgesetz, die die Balearen-Regierung durchsetzen will, um Stierkampf und Stierhatz auf Mallorca und den übrigen Inseln zu verbieten, stoßen auf unerwarteten Widerstand. Denn die Sozialisten, die das Gesetz eigentlich unterstützen wollen, sind sich gar nicht mehr so einig darüber.

Grund für den Zwist in der Partei ist vor allem der traditionelle Stierlauf in Fornalutx, der corrbou. Die Sozialisten in dem Tramuntana-Dörfchen unterstützen die Tradition des Dorfes. Derzeit verhandelt das Parlament über das neue Gesetz. Es zeichnet sich aber immer mehr ab, dass die Sozialisten nicht mehr so richtig davon überzeugt sind. Das könnte dazu führen, dass der Stierlauf von Fornalutx aus dem Gesetz ausgeklammert wird.

Guillermo Amengual, Sprecher der Kampagne „Mallorca Sense Sang" ist nicht sehr optimistisch. Er hatte vergangene Woche rund 350.000 Unterschriften gegen den Stierlauf gesammelt. Auch wenn sich derzeit 34 Gemeinden gegen Stierkampf und Stierhatz aussprechen, „hängt das Gesetz derzeit völlig in der Luft", sagt Amengual. Vor einigen Tagen hatte Sa Pobla sich zur Anti-Stierkampf-Gemeinde erklärt.

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