Geschworene sprechen Mörder von Son Bauló schuldig

Anklage fordert Höchststrafe von 20 Jahren Haft sowie eine Entschädigung der Mutter

01.07.2016 | 18:10
Der Mord geschah im März 2014 am Strand Son Bauló bei Can Picafort.
Der Mord geschah im März 2014 am Strand Son Bauló bei Can Picafort.

Ein Geschworenen-Gericht hat einen Russen namens Dimitry U. schuldig gesprochen, seine Frau am Strand von Son Bauló bei Can Picafort im Norden von Mallorca ermordet zu haben. Im am Freitag (1.7.) einstimmig gefällten Urteil sahen es die Geschworenen als erwiesen an, dass der 31-Jährige seine Frau Olga Y. im März 2014 zunächst mit einem Stein auf die Schläfe geschlagen und anschließend erstickt hatte.

Die Staatsanwältin forderte das höchstmögliche Strafmaß von 20 Jahren Haft sowie zusätzlich eine Entschädigung der Mutter der Ermordeten in Höhe von 12.000 Euro. Es gebe keinen Grund für eine Strafminderung, zumal ein psychologisches Gutachten eine Störung des Täters ausgeschlossen hatte. Der Mord sei kaltblütig und ohne Mitleid durchgeführt worden.

Die Verteidigung forderte eine Verringerung der Haftstrafe auf 17 Jahre und sechs Monate – die Mindeststrafe bei Mord. Auf die Entschädigung sei zu verzichten, da die Mutter keinerlei Ansprüche gestellt habe.

Nach dem Schuldspruch durch das Geschworenen-Gericht und den Schlussplädoyers von Anklage und Verteidigung wird das Gericht das Strafmaß festlegen. Mit der Entscheidung wird in der kommenden Woche gerechnet.  /tg

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