Frühere Tourismusdirektoren müssen ins Gefängnis

Alía und Alabern gestehen ihre Schuld und akzeptieren 14-monatige Haftstrafen

12.07.2016 | 08:51
Alía (vorn) und Alabern im Gerichtssaal.
Alía (vorn) und Alabern im Gerichtssaal.

Die beiden ehemaligen Leiter der balearischen Tourismusbehörde Ibatur – Juan Carlos Alía und Raimundo Alabern – haben vor Gericht gestanden, illegale Provisionen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen kassiert zu haben. Beide erklärten sich bereit, eine jeweils 14-monatige Haftstrafe anzutreten.

Hintergrund: Selbstbedienungsladen Ibatur

Mit dem Schuldspruch für Alía und Alabern und weiteren geringeren Strafen für einige beteiligte Mitarbeiter und Unternehmer endet ein seit 2010 laufender Prozess. Die Verurteilten hatten in der zweiten Amtszeit des Konservativen Jaume Matas (2003 bis 2007) Verträge gefälscht und Schmiergelder eingesteckt beziehungsweise gezahlt. Die Staatsanwalt beschuldigte die beiden Hauptangeklagten, bei Auftragsvergaben Provisionen in Höhe von bis zu 15 Prozent kassiert zu haben.

Der Ex-Premier Jaume Matas regierte die Balearen in zwei Amtszeiten – von 2003 bis 2007 und von 1996 bis 1999. Ein Großteil seines ehemaligen Kabinetts landete früher oder später wegen Korruptionfällen vor Gericht. Matas selbst wurde inzwischen mehrfach verurteilt, zuletzt im Fall Nóos. Weitere Urteile stehen noch aus.  /tg

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