Alles für die neue Saison

Uferpromenaden, Instandsetzungen, Hotelinvestitionen, Strand-Shuttle: Im Winter rüsten sich die Küstengemeinden für den nächsten Sommer

02.11.2016 | 02:30
Flanieren auf robusten Holzplanken: So schön soll die Küstenpromenade in Santa Ponça werden.

Viel Bewegung an der Hotelfront

  • Auch in diesem Winter nehmen die Hotels auf Mallorca wieder viel Geld in die Hand, um ihre Häuser weiter zu modernisieren: Das Auftragsvolumen bis zum Beginn der Hauptsaison 2017 beträgt rund 300 Millionen Euro. Seit Beginn des Jahres gingen knapp 90 Projektanträge im balearischen Tourismusministerium ein. Investitionsfreudig zeigen sich auch Unternehmen vor allem aus Deutschland und Großbritannien wie Alltours oder Thomas Cook. Von Januar bis März 2016 erwarben Ausländer Hotels, Immobi­lien- oder Reiseagenturen im Wert von 260,7 Millionen Euro – fast so viel wie 2015.

I. Moure/I. Thor

Nach der Saison ist vor der Saison. Kaum sind die letzten Urlauber zur Tür hinaus, schon beginnen die Bauarbeiten für Projekte, um die Urlauberorte aufzuhübschen: Calvià investiert etwa 440.000 Euro in eine neue Uferpromenade bei Santa Ponça. Der rund 150 Meter lange Weg soll vom Gebiet des früheren Restaurants President (jetzt Empatheia) bis zum Bootsanleger führen, in einer zweiten Phase dann bis Castellot. Mit dem Weg, der als Fortsetzung der Uferpromenade am großen Strand von Santa Ponça gedacht ist, will die Gemeinde den bislang schwer zugänglichen Küstenabschnitt erschließen und attraktiver machen. Entlang der verlegten robusten Holzplanken, denen die salzhaltige Meerluft nichts anhaben soll, sind Aussichtspunkte und Pflanzungen geplant.

Auch in den zu Calvià gehörenden Urlauberorten Palmanova und Magaluf wird sich über die Wintermonate einiges tun. Die Kette Viva Hotels will in Palmanova bis Juni 2017 das erste Fünf-Sterne-Hotel des Touristenortes errichten, das „Viva Zafiro" an der Avenida Cas Carboners mit 456 Betten. Wenn alles glattläuft, soll es am 2. Juni eröffnet werden. Geplant sind in Magaluf zudem ein Vier-Sterne-Plus-Haus und die Modernisierung von 14 weiteren Hotels.

Diese Investitionen liegen ganz auf der Linie, die vor allem der Meliá-Konzern verfolgt: Die Destination soll ihren Ruf als billiger Briten-Hotspot abstreifen und dank der Investitionen mehr Qualitätstouristen anziehen. Die Hoteliers verzeichneten denn auch eine positive Veränderung beim Spektrum der Gäste: Bei 72 Prozent handelte es sich im Sommer 2016 um Paare und Familien mit Kindern, nur noch 21 Prozent waren meist trinkfreudige junge Leute. Die Hoteliers machen zudem ernst bei Urlaubern, die sich nicht zu benehmen wissen. Mit dieser Begründung warfen sie dieses Jahr 197 Urlauber aus ihren Häusern, 70 Prozent mehr als 2015.

Cala Millor wird schöner
Investiert wird auch am anderen Ende der Insel: Die Gemeinde Son Servera will 628.000 Euro für dringend nötige Ausbesserungsmaßnahmen im Urlauberort Cala Millor ausgeben. Für 316.000 Euro soll die heruntergekommene Einfallstraße Avenida Servera Camps bis zum Beginn der neuen Hochsaison 2017 auf Vordermann gebracht werden. Die Gemeinde will unter anderem neue Bäume pflanzen und die ramponierten Straßenlaternen durch hellere LED-Leuchten auswechseln. Die parallel dazu verlaufende, mit zahlreichen Schlaglöchern versehene Rafalet-Straße wird für 189.000 Euro ebenfalls runderneuert. Außerdem soll für knapp 124.000 Euro die Uferpromenade zwischen den Straßen Pula und Sipells einen neuen Belag bekommen. Den Fußgängern will die Gemeinde dort deutlich mehr Platz zum Flanieren zugestehen.

Strandbusse in Santanyí
Auch weiter südlich, in Santanyí, stehen Veränderungen an, wenn auch nicht architektonischer Natur: Die Gemeinde hat das Landesverkehrsministerium gebeten, in der nächsten Saison öffentliche Strand-Busse für Touristen zur Verfügung zu stellen. Damit soll einem erneuten Park-Chaos an Stränden wie s´Amarador, Cala s´Almunia und Cala Mondragó vorgebeugt werden. Dort wurden in nur drei Monaten zumeist wegen unerlaubten Parkens Bußgelder in Höhe von 60.000 Euro verhängt. Um die Lage zu entspannen, soll einer der Zubringerbusse zwischen Santanyí und s´Amarador pendeln und ein weiterer das Dorf mit den beiden anderen Stränden verbinden.

Vorbild ist der Shuttlebus, der vergangenen Sommer erstmals zwischen Sa Ràpita und ses Covetes am Traumstrand Es Trenc pendelte. Dieses Angebot nahmen zwischen dem 4. Juli und 11. September immerhin 24.170 Fahrgäste an, durchschnittlich waren das 402 am Tag. Am 13. August wurde mit 727 die höchste Passagierzahl erreicht.

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