Panama Papers: Podemos schließt Ainhoa Barajas aus

Die Linkspartei hält es für erwiesen, dass die Tochter von Calviàs Ex-Bürgermeisterin Margarita Nájera an einer Offshore-Gesellschaft beteiligt war

22.11.2016 | 14:26
Ainhoa Barajas Nájera (dritte von rechts) mit ihren Parteikollegen.

Die Ethik-Kommission der Linkspartei Podemos hat den Ausschluss von Ainhoa Barajas Nájera, Tochter der ehemaligen Bürgermeisterin von Calvià, Margarita Nájera, beschlossen. Das Parteigremium hält es für bewiesen, dass die Politikerin, die bei der Gründung der Protestpartei auf Mallorca eine große Rolle gespielt hat, in dem unter dem Namen "Panama Papers" bekannten Skandal um die Briefkastenfirmen in Steueroasen verwickelt ist.

In der Begründung der Kommission heißt es wörtlich: "Es ist bewiesen, dass Ainhoa Barajas Nájera im Jahr 2015 als aktives Mitglied an einer Offshore-Gesellschaft beteiligt war." Weiter heißt es: "Diese Beteiligung steht im klaren Gegensatz zu den Forderungen von Podemos und widerspricht den ethischen Grundsätzen der Partei."

Im April 2016 waren die Namen großer Hoteliers wie Escarrer (Gruppe Sol Meliá) und Riu in den veröffentlichten Panama Papers erschienen. Einige Wochen später wurde bekannt, dass auch einige Mitglieder der Familie Nájera an Offshore-Gesellschaften in Steueroasen beteiligt waren.  /tg

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