Inselgipfel: Balearen, Sardinien und Korsika machen gemeinsame Sache

Die Regierungschefs der Inselregionen beschlossen in Palma Zusammenarbeit in Steuer-, Tourismus- und Flüchtlingsfragen

21.11.2016 | 19:59
Gilles Simeoni (Korsika, links), Francina Armengol (Balearen) und Francesco Pigliaru (Sardinien).

Die Vertreter der Balearen, Sardiniens und Korsikas wollen künftig gemeinsame Sache machen, um ihre Interessen innerhalb der Europäischen Union (EU) gemeinsam besser vertreten zu können. Bei einem Inselgipfel auf Mallorca beschlossen sie am Montag (21.11.), in Brüssel für die steuerlichen Anerkennung ihrer Insellage zu kämpfen.

Die balearische Ministerpräsidentin, Francina Armengol, begrüßte ihre beiden Amtskollegen Francesco Pigliaru (Autonome Region Sardinien) und Gilles Simeoni (Korsika), die jeweils mit einer hochrangigen Regierungsdelegation angereist waren. Das Gipfeltreffen stand unter dem Motto "Die Insellage im westlichen Mittelmeer".

Bei den Verhandlungen über die Verteilung der Mittel innerhalb der EU wolle man gemeinsam verhandeln, um spätestens ab dem Jahr 2020 besser dazustehen. Insbesondere wolle man dafür streiten, die Nachteile durch die Insellage durch Steuervergünstigungen ersetzt zu bekommen.

Pigliaru sprach von einer "großen Chance", durch eine "möglichst konkrete gemeinsame Plattform" die drei Inselregionen in der EU zu vertreten. Auch die Zusammenarbeit als touristische Regionen biete viele Vorteile, fügte er hinzu.

Für Simeoni hielt das Treffen für einen "sehr wichtigen Moment". Als Zeichen, wie wenig die Chancen einer potenziellen Zusammenarbeit bislang genutzt würden, nannte er die schlechte Verkehrsanbindung zwischen den relativ dicht zusammenliegenden Inseln. Neidisch wies er darauf hin, dass die Inselregionen seiner Amtskollegen auf den Balearen und Sardinien eine größere Autonomie gegenüber der Zentralregierung hätten.

Armengol kritisierte die mangelnde Koordination der EU in Bezug auf die Flüchtlingskrise. Die Mittelmeerregionen müssten zu einer Region "der Anerkennung der Vielfalt" werden. Die Inselregionen seien ein Treffpunkt der Kulturen zwischen den Anrainern im Süden und im Norden. /tg

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen

Lokales

Königliche Gärten von Mallorca eröffnen am 2. Mai

Die Parkanlage des Marivent-Palasts in Palma steht fortan Besuchern offen - solange Felipe und...

Prostitution in Palma: mehr junge Frauen, weniger Straßenstrich

Prostitution in Palma: mehr junge Frauen, weniger Straßenstrich

Die Sozialverbände haben ihren Jahresbericht über das in Spanien nicht legalisierte Gewerbe...

Ermittlungen gegen Soldaten nach Prügel-Attacke auf TV-Moderator Baumgarten

Ermittlungen gegen Soldaten nach Prügel-Attacke auf TV-Moderator Baumgarten

Laut "Bild-Zeitung" hat der junge Mann die Tat gegenüber Vorgesetzten gestanden

Mallorca-Hotelier wegen Ausbeutung von Mitarbeitern festgenommen

Auch vier mutmaßliche Strohleute wurden gefasst

Polizei rettet Deutschen an der Playa de Palma

Der Mann konnte nicht mehr aus eigener Kraft ans Ufer zurückkehren - deutsche Ausflügler bei...

Simone Peter: "Wir Grünen können Macht teilen"

Simone Peter: "Wir Grünen können Macht teilen"

Die Bundesvorsitzende über Solarparks auf Mallorca, Anfeindungen in der Flüchtlingsdebatte und die...

Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |