Angeklagter gesteht vor Gericht Mord an seiner Ex-Freundin

Staatsanwaltschaft, Kläger und Verteidigung hatten sich auf das Geständnis und zwölf Jahre Haft geeinigt

30.11.2016 | 20:22
Der Angeklagte tötete sein Opfer durch Aufschneiden der Halsschlagader.

Der wegen Ermordung seiner Ex-Freundin angeklagte J.S. hat am Montag (28.11.) vor dem Geschworenen-Gericht in Palma seine Schuld gestanden und in Einzelheiten erklärt, wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" erklärt.

Der 39-Jährige führte aus, wie er am 31. Juli 2015 zur Wohnung seiner Ex-Freundin Gemma Vich fuhr, "um Sex mit ihr zu haben", nachdem er drei Wochen zuvor die Beziehung beendet hatte. Gemäß dem Geständnis kletterte er von hinten an dem Haus hoch, um zum Balkon der Wohnung im ersten Obergeschoss im Camí de Sant Jordi in Palma zu gelangen. "Da es Sommer war, stand die Tür offen", erklärte der Mann. "Gemma war wach, wir haben gestritten, sie forderte mich auf zu gehen, aber ich blieb", berichtete er den Geschworenen.

Anschließend gestand er, wie er der 33-Jährigen mit einem Messer die Halsschlagader aufschnitt. "Ich weiß nicht, warum ich es tat, ich habe mich oft gefragt, warum ich sie getötet habe", versicherte der Angeklagte. Danach sei er bei der Toten geblieben, bis die Polizei kam, die ihn festnahm.

Staatsanwältin, Kläger und Verteidigung hatten sich zuvor auf ein Strafmaß von zwölf Jahren Gefängnis geeinigt. Teil dieser Abmachung war das detaillierte Geständnis vor dem Geschworenengericht.  /tg

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