Mallorca demonstriert Solidarität mit Opfern des Anschlags in Berlin

Fahnen auf Halbmast an Palmas Rathaus und Schweigeminute bei der Guardia Civil. Deutsches Konsulat in Palma legt Kondolenzbuch aus

31.12.2016 | 18:18
Mallorca demonstriert Solidarität mit Opfern des Anschlags in Berlin

Die Gedanken sind auch auf Mallorca bei den Terroropfern von Berlin: Palmas Stadtverwaltung hat nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Montag (19.12.) die Fahnen an der Rathausfassade auf Halbmast gesenkt. Sie sollen bis Donnerstag gesenkt bleiben, genauso wie an den Fassaden von weiteren Rathäusern sowie etwa auch dem Sitz der Vertretung der Madrider Zentralregierung in Palma. Die Abgeordneten des Balearen-Parlaments hielten am Dienstagmittag eine Schweigeminute ab, ebenso wie die Beamten der Guardia Civil vor dem Hauptsitz in Palma sowie die Mitarbeiter der Hafenbehörde.

Im deutschen Konsulat in Palma liegt bis Donnerstag (22.12.) ein Kondolenzbuch aus, in das sich am Donnerstag auch die balearische Regierungssprecherin Pilar Costa eintragen will, wie Konsulin Sabine Lammers berichtet. Etliche andere mallorquinische Politiker und Amtsträger hätten ihr persönlich ihr Mitgefühl und ihre Solidarität bekundet. Auffallend sei die Besonnenheit vieler Reaktionen und Meinungen, so Lammers. Die Eintragung in das Kondolenzbuch ist von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr möglich.

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auch Gegenstand einer ausführlichen Berichterstattung in den mallorquinischen und spanischen Medien. In einem Leitartikel der größten Tageszeitung „El País" heißt es: „Wir sind davon überzeugt, dass Deutschland – eine demokratisch reife Gesellschaft, die sich ihrer Werte und ihrer Verantwortung bewusst ist – vor den Terroristen nicht in die Knie gehen wird. Unabhängig davon, wie hoch der Preis sein wird. Und Deutschland wird sich auch nicht vor jenen beugen, die den Terror ausnutzen wollen, um an die Macht zu kommen."

Im „Diario de Mallorca" berichten indes in Berlin lebende Mallorquiner davon, dass sie mit einer derartigen Tat durchaus gerechnet hatten. „Die Frage war nicht, ob es einen Anschlag gibt, sondern wann und wo", meint etwa der 33-jährige Pau Morey aus Artà, der als Forscher am Max-Planck-Institut arbeitet.   /ff

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