Gericht bestätigt 143-jährige Haft für Anführer einer Bande krimineller Ex-Militärs

Der Mann hatte die Tat gestanden, bestritt aber der Chef der Gruppe gewesen zu sein

15.01.2017 | 19:07
Szene aus der Hauptverhandlung.

Eine 143-jährige Haftstrafe für den Anführer einer Bande von Ex-Militärs hat nun das Oberlandesgericht in Palma in einem Berufungsverfahren bestätigt. Damit lehnten die Richter am Montag (9.1.) die Einsprüche von zwei der in erster Instanz verurteilten Mitglieder der Bande ab. Die Gruppe hatte gestanden, zwischen zwischen 2011 und 2013 eine Serie bewaffneter Überfälle auf Luxusanwesen auf Mallorca geplant und ausgeführt zu haben.

Zu den Opfern der in der sogenannten Operation Kraken festgenommenen Kriminellen gehörten bekannte Unternehmer und Führungskräfte wie María José Hidalgo, Generaldirektorin der Fluglinie Air Europa oder Betreiber der Juwelierkette Miró. Nach dem Geständnis der seit 2013 in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten plante die Bande die Überfälle bis ins Detail. In einem Fall habe sich einer der Täter tagelang in der Nähe des Anwesens aufgehalten, um den Wachhund zu füttern und ihn so an sich zu gewöhnen.

Die maskierten Täter trugen bei den Überfällen militärische Tarnanzüge und benutzten Waffen, die sie zuvor bei der Armee gestohlen hatten, darunter ein Sturmgewehr des Typs HK G36. Der Hauptangeklagte, der ehemalige Unteroffizier Carlos T. A., gestand seine Teilnahme an den Raubüberfällen, bestritt aber den Vorwurf, der Anfüher der Bande gewesen zu sein. Der Hauptinformant der Gruppe, war im April 2016 zu einer 25-jährigen Haftstrafe verurteilt worden.  /tg

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