Der Palmenstreit in Can Picafort spitzt sich zu

Drei der am Passeig Colón entfernten Palmen sollen ausgerechnet in den Nachbarort Santa Margalida verpflanzt werden. Dort sitze das Rathaus, das für diesen Affront verantwortlich ist, wettern Lokalpolitiker

03.02.2017 | 11:07
Seit einigen Tagen werden die Palmen aus der Erde genommen.

Nur aus der Distanz betrachtet kann der Palmenstreit im Nordosten von Mallorca lächerlich erscheinen. Aber der Lokalstolz eingefleischter Einwohner aus Can Picafort ist zutiefst gekränkt. Schließlich nimmt man ihnen nicht nur die geliebten Palmen am Passeig Colón weg. Nein, das machthungrige Rathaus im Nachbarort Santa Margalida reißt sich die schattenspendenden Pflanzen nun auch noch selbst unter den Nagel.

So jedenfalls sehen die Sache die Ratsleute der lokalen Liste Can Picafort Unit (Vereintes Can Picafort, CPU), die gegen den Bürgermeister aus Santa Margalida, Joan Mongo (Convergència-El Pi) wettern. Hintergrund ist die Neugestaltung der Palmen-Promenade Passeig Colón im Küstenortsteil Can Picafort. Die teilweise von Schädlingen befallenen Palmen werden deswegen teilweise vernichtet und teilweise umgepflanzt. Für Unheil sorgt nun die Entscheidung, drei der Palmen an den Passeig des Pouàs in Santa Margalida einzusetzen, ein lokalpolitischer Affront, wie CPU empört feststellt.

Der CPU-Sprecher Nofre Plomer sieht darin eine "schwere Beleidigung" und steigt gleich in den kommenden Wahlkampf ein: Sollte seine Liste wieder in die Regierung gewählt werden, wolle man sich die Palmen vom Passeig des Pouàs zurückholen, und zwar "so viele wie wir brauchen".

Der Bürgermeister hält die Polemik für übertrieben. Die meisten Palmen würden schließlich innerhalb des Küstenortsteils eingepflanzt und der Passeig Colón erhalte nach der Umgestaltung neue Bäume. In Bezug auf die Äußerungen der CPU erklärte er, deren Ratsleute "haben nicht das Format für den Stadtrat". /tg

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