Chronik: der Skandal um die Königsschwester, der Spanien bewegt

Vorladungen, Aussagen, Ermittlungen: Die wichtigsten Ereignisse im Fall Nóos seit dem Jahr 2006 im Überblick

17.02.2017 | 13:13
Anklagebank im Fall Nóos.

Mehr als zehn Jahre sind ins Land gestrichen, seit der Fall Nóos seinen Anfang nahm. Im Zentrum stehen Iñaki Urdangarin, Schwager des spanischen Königs Felipe, sowie die Infantin Cristina, aber auch weitere ranghohe Vertreter der spanischen Gesellschaft. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse:

16. Februar 2006: Die sozialistische Opposition im Balearen-Parlament auf Mallorca fordert von der Landesregierung Aufklärung über die Verwendung von 1,2 Millionen Euro, die an das bis dahin als gemeinnützig geltende Instituto Nóos überwiesen worden waren. Die Kosten fielen für eine Tagung über Sport und Tourismus auf Mallorca an.

20. Juli 2010: Untersuchungsrichter José Castro leitet im Rahmen der Ermittlungen im Korruptionsfall Palma Arena auch eine Untersuchung über das Instituto Nóos ein.

11. Juli 2011: Diego Torres, Ex-Geschäftspartner von Urdangarin, wird als Beschuldigter auf Mallorca vernommen.

Dezember 2011: Urdangarin wird von offiziellen Veranstaltungen des Königshauses ausgeschlossen

29. Dezember 2011: Urdangarin wird zum Beschuldigten erklärt

25. und 26. Februar: Urdangarin wird als Beschuldigter auf Mallorca vernommen

22. März 2012: Der Richter lehnt eine Vorladung der Infantin ab

November 2012: Die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft fordert eine Kaution von knapp 8,2 Millionen Euro für Urdangarin und Torres

Januar 2013: Torres sagt aus, dass die Infantin und das Königshaus über die Geschäfte von Urdangarin auf dem Laufenden gewesen seien

23. Februar 2013: Urdangarin wird ein zweites Mal als Beschuldigter vernommen

Januar 2014: Untersuchungsrichter Castro erklärt Infantin Cristina zur Beschuldigten

8. Februar 2014: Infantin Cristina muss als Beschuldigte auf Mallorca aussagen

25. Juni 2014: Untersuchungsrichter Castro legt seinen Abschlussbericht vor und erhebt Anklage gegen 16 Personen, darunter die Infantin, die sich wegen Steuerdelikten verantworten soll.

26. Juni 2014: Staatsanwalt Horrach legt Einspruch gegen die Anklage der Infantin ein.

7. November 2014: Das balearische Oberlandesgericht bestätigt die Beschuldigung der Infantin

11. Juni 2015: Der spanische König kassiert den Titel von Cristina als Herzogin von Palma ein, den ihr 1997 König Juan Carlos verliehen hatte.

Oktober 2015: Der Prozessbeginn wird für den 11. Januar 2016 festgelegt.

11. Januar 2016: Der Prozess beginnt. Akkreditiert sind knapp 600 Journalisten.

3. März 2016: Die Infantin Cristina sagt als Angeklagte vor Gericht aus, distanziert sich von den Geschäften ihres Mannes, verteidigt aber auch dessen Unschuld.

22. Juni 2016: Die Verhandlung geht zu Ende.

23. November 2016: Der Oberste Gerichtshof auf den Balearen verlängert die Frist für die Verkündung des Urteils bis zum 31. März, bis dahin ist Richterin Samantha Romero von anderen Aufgaben freigestellt.

17. Februar 2017: Das Urteil wird veröffentlicht.

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