Nassau Beach: Das sagt der Betreiber zur Zwangsräumung

Das Lokal in Portitxol besitzt seit 2014 keine Konzession mehr. Die Hafenbehörde droht ab Mittwoch (12.4.) mit der Polizei. Der neue Konzessionär steht fest

10.04.2017 | 09:16
Der Nassau Beach Club in Portitxol.

Der Fortbestand des Nassau Beach Clubs an Palmas Portitxol-Hafen auf Mallorca steht weiterhin auf der Kippe. Nachdem die balearische Hafenbehörde APB der Bar am Donnerstag (6.4.) mit Zwangsräumung gedroht hatte, herrscht weiterhin Unklarheit, wie es nun mit dem beliebten Treffpunkt am Stadtstrand von Palma weitergehen soll.

Inzwischen hat die Hafenbehörde auf MZ-Anfrage den künftigen Betreiber genannt. Es handelt sich dabei um das mallorquinische Unternehmen Marport Sunbeach, das bereits seit einigen Jahren vor allem an der Ostküste der Insel Strandkonzessionen innehat. Speziell in der Gemeinde Felanitx sicherte sich Marport Sunbeach seit 2014 mehrere Strandabschnitte. Dabei soll es nicht immer ganz sauber zugegangen sein. Unter anderem soll ein Gemeinderatsmitglied aus Felanitx mit dem Besitzer des Unternehmens verwandt sein.

Am Samstag (8.4.) meldete sich der Besitzer des Nassau Beach Club, Günther Aloys, mit einer ausführlichen Stellungnahme bei der MZ. Darin bedauert der Hotelier aus Ischgl in Tirol, dass es zu dieser Situation gekommen ist. Man habe sich nie etwas zu Schulden kommen lassen mit der Hafenbehörde. Aloys versteht nicht, wieso Marport Sunbeach der Zuschlag für die Konzession gegeben wurde. "Da kann ich die Vergabekriterien der Hafenbehörde nicht nachvollziehen", schreibt er.

Ferner sei das Angebot, das Marport Sunbeach der Hafenverwaltung für die Lizenz gemacht habe (nach Informationen der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" soll das Unternehmen eine Pacht von 465.000 Euro im Jahr in Aussicht gestellt haben) nicht realistisch. "Der nächste Konkurs ist vorprogammiert", so Aloys. Er hoffe indes noch darauf, dass die Ausschreibung wiederholt werde. Sollte das nicht passieren, müsse er wohl oder übel den Laden räumen.

Viel Zeit bleibt ihm dafür aber nicht mehr, denn die Frist der Hafenbehörde für die Zwangsräumung endet am Dienstag (11.4.). Sollten die aktuellen Betreiber bis dahin nicht das Lokal geräumt und die Schlüssel abgegeben haben, werde man sich vorbehalten, mit der Polizei vorbeizuschauen, um den Beschluss zu vollstrecken, erklärte der MZ ein Sprecherder Hafenbehörde.

In der Pressemitteilung von APB heißt es, die Konzession für das Nassau Beach sei bereits im Oktober 2014 ausgelaufen, heißt es darin. Man habe anschließend den Betrieb zwei weitere Jahre lang erlaubt. So lange habe die neue Ausschreibung gedauert, sagte der Sprecher der Hafenbehörde.

Das Unternehmen selbst hatte sich am Donnerstag (6.4.) auf Nachfrage der MZ zunächst überrascht von der Ankündigung der Hafenbehörde gezeigt. "Wir haben keinerlei Benachrichtigung erhalten", versicherte Direktorin Jaqueline Maelzer. "Wir werden sicher nicht in dieser Woche und auch nicht in der nächsten oder übernächsten das Lokal verlassen", fügte sie hinzu, um ihre Gäste zu beruhigen. /tg/jk

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