Werden die Chiringuitos am Traumstrand Es Trenc auf Mallorca verboten?

Anscheinend verstoßen viele der typischen Strandbuden gegen das spanische Küstengesetz

12.04.2017 | 08:16
Fotogalerie: Balearen-Regierung stellt Es Trenc unter Naturschutz

Die typischen Strandbuden am Es Trenc - dem berühmtesten Sandstrand von Mallorca - könnten möglicherweise verboten werden. Darüber berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Mittwoch (12.4.). Hintergrund sei eine Prüfung der "Chiringuitos" auf der Grundlage des spanischen Küstengesetzes "Ley de Costas". Eine entsprechende Entscheidung der Delegation der spanischen Zentralregierung auf den Balearen stehe anscheinend unmittelbar bevor.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten Urlauber und Anwohner erstaunt festgestellt, dass die beliebten Strandbuden bei Sa Ràpita, Ses Covetes, Es Trenc und Es Coto mit Beginn der Osterwoche noch nicht geöffnet waren. Ostern stellt traditionell den Saisonbeginn für viele Tourismus-Unternehmen auf der Insel dar. Und von der Saison 2017 erhofft sich die Branche neue Rekordumsätze.

Der balearische Naturschutzbund Gob hatte Anfang April darauf hingewiesen, dass viele Einrichtungen an den mallorquinischen Stränden nicht den spanischen Gesetzen entsprechen würden. "Es Trenc, Sa Ràpita und der Strand von Alcúdia sind einige der Orte, an denen die Gesetzeswidrigkeiten systematisch geduldet werden", hieß es in einer Erklärung. Dabei gehe es um den Aufbau von "Verkaufsständen, Terrassen, Massage-Salons und anderen Angeboten".

Seit Jahren wird über die Nutzung der Strände in der Gemeinde Campos im Süden der Insel gestritten. Die Balearen-Regierung will den Küstenstreifen unter strengen Naturschutz stellen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird zur Zeit im Regionalparlament kontrovers diskutiert. Das Rathaus der Gemeinde Campos sieht indes die Einkünfte lokaler Geschäfte und damit auch die Interessen der Anwohner beeinträchtigt. Bei dem Streit geht es auch darum wo und wie viele Autos rund um die Strände parken dürfen. Die Landesregierung hatte im vergangenen Jahr erstmals Shuttle-Busse eingesetzt, um zu zeigen, dass die Strände auch umweltfreundlicher genutzt werden könnnen. /tg

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