Führungskrise bei Protestpartei Podemos auf Mallorca

Generalsekretär Alberto Jarabo will nicht mehr antreten - und fordert seine Nummer zwei ebenfalls zu einem Verzicht auf

17.05.2017 | 10:46
Jarabo, Camargo im Balearen-Parlament.

Machtkampf in der Protestpartei Podemos auf Mallorca: Alberto Jarabo, der Generalsekretär der Partei, auf deren Stimmen das regierende Linksbündnis auf den Parteien angewiesen ist, will beim nächsten Parteitag nicht mehr für das Amt kandidieren. Das erklärte der Politiker am Dienstag (16.5.), nachdem die Nummer zwei der Partei, Laura Camargo, eine eigene Kandidatur angekündigt hatte.

Die Partei kommt nach der Ankündigung allerdings nicht zur Ruhe. So forderte Jarabo seine Nummer zwei auf, ebenfalls auf die Kandidatur zu verzichten, um einen Konsenskandidaten zu suchen. Camargo wiederum hielt Jarabo Improvisation vor, die Partei brauche einen klaren politischen Kurs und eine klare Haltung zur Linksregierung. Sie werde nicht auf ihre Kandidatur verzichten, so Camargo.

Zuvor war der Termin für den geplanten Parteitag bereits von Juni auf Herbst verschoben worden. Die Partei hatte wegen interner Querelen bereits mehrmals die Linksregierung aus Sozialisten und Més in die Bedrouille gebracht, so etwa bei der Besetzung des Postens des Parlamentspräsidenten.   /ff

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