Es Trenc: Jetzt räumen die Hoteliers den Müll weg

Die Unternehmer können das Chaos an Mallorcas Traumstrand nicht länger mit ansehen. Während das Rathaus untätig bleibt, legen die Hotelbetreiber nun selbst Hand an

02.06.2017 | 15:57
Fotogalerie: Es Trenc - Chaos im Naturparadies

Während das Rathaus von Campos sich weiterhin weigert, die Reinigung des Traumstrands Es Trenc im Süden von Mallorca zu übernehmen, packen die Hoteliers des Küstenorts Colònia de Sant Jordi das Problem nun selbst an: Auf eigene Kosten lassen sie die Müllberge beseitigen, die sich seit Wochen an dem Naturstrand häufen.

"Die Situation war nicht aushaltbar, es gab viele Beschwerden. Wir können den Urlaubern nicht so ein Bild bieten. Deshalb haben wir uns entschieden, selbst Hand anzulegen", so Pau Bonet, Vorsitzender der lokalen Hotelvereinigung, gegenüber der Zeitung "El Mundo". 60 Mülleimer ließen die Hoteliers aufstellen, zudem soll die gesamte Gegend am Strand drei Mal pro Woche gereinigt werden. Das kann Kosten von 25.000 bis 30.000 Euro für die Unternehmer bedeuten - je nachdem, wie lange es dauert, bis jemand anders die Reinigung übernehmen wird.

Normalerweise kümmern sich die Betreiber der Strandkioske um die Säuberung und Instandhaltung vom Es Trenc. Doch die alten Kioske mussten wegen Verstoßes gegen das Küstenschutzgesetz im Mai abgerissen werden. Dass das balearische Umweltministerium die geplanten neuen Buden zulassen wird (sie sollen kleiner sein und im Winter abgebaut werden können), ist immer unwahrscheinlicher.

Allein die Lizenzvergabe für wenige Sonnenschirme und -liegen wurde am Donnerstag (1.6.) genehmigt. Wenn diese in der kommenden Woche aufgestellt werden, dürfte auch das Müllproblem gelöst sein, da die Verleiher der Liegen sich darum kümmern werden. Das Ziel von Bürgermeister Sebastià Sagreras, 430 Liegen im zentralen Teil des Strandes aufbauen zu lassen, ist jedoch noch in weiter Ferne. Man sei noch am Verhandeln, so Sagreras. Was die Strandkioske angeht, sei er mittlerweile jedoch entmutigt. Voraussichtlich werden die Besucher des beliebten Strands in dieser Saison gänzlich ohne Snack- und Getränkeverkauf auskommen müssen. /somo

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