Branche befürchtet Personalabbau nach Kauf des Banco Popular

Die spanische Großbank Santander hatte die Krisenbank am Mittwoch für einen Euro übernommen. Auf Mallorca gehört auch der Banco de Crédito Balear dazu

08.06.2017 | 12:12
Über 200 Filialen auf den Balearen gehören zur erweiterten Bankengruppe.

Die Übernahme des Finanzinstituts Banco Popular durch die spanische Großbank Santander wird vermutlich auch auf Mallorca die Neuverteilung der Bankfilialen zur Folge haben. Darüber berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Donnerstag (8.6.).

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Santander die Krisenbank für einen Euro aufkauft, gleichzeitig die Altlasten übernimmt und damit eine weitere Abwicklung verhindert. Dafür plant Santander eine große Kapitalerhöhung.

Zum Banco Popular gehört auf den Balearen auch dessen regionale Tochtergesellschaft Banco de Crédito Balear. Santander gehören nach der Übernahme auf Mallorca und den Nachbarinseln rund 220 Bankfilialen, davon rund 100 vom Banco de Crédito Balear, knapp 50 weitere unter der Marke Banco Popular sowie etwa 70 Santander-Filialen.

Bislang ist noch unklar, ob und welche Filialen zusammengelegt werden und inwieweit dies auch zu Entlassungen führen wird, hieß es am Donnerstag. Bislang wandte sich Santander an die neuen und alten Kunden - spanienweit etwa 17 Millionen - und versprach während der "Übergangsphase" einen möglichst guten Service zu bieten.

In einem seit Jahren andauerenden Prozess werden in Spanien immer Finanzinstitute und ehemalige Sparkassen zusammengelegt. Erst im vergangenen Jahr legte der spanische Bankenrettungsfonds FROB die verstaatlichten Geldhäuser Bankia und BMN zusammen.  /tg

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