EU-Kommission nimmt Feuerbakterium auf Mallorca unter die Lupe

Mehrere Spezialisten der Abteilung Pflanzengesundheit entscheiden, ob die Insel massiv abholzen muss

16.06.2017 | 13:07
Infizierte Pflanzen auf dem Gelände der UIB werden verbrannt.

Seit das Feuerbakterium, xylella fastidiosa genannt, im Oktober zum ersten Mal auf Mallorca festgestellt wurde, ist unklar, wie mit der Plage umgegangen werden soll. Mehrere Spezialisten der Europäischen Union sollen das nun entscheiden. Sie halten sich seit Dienstag (13.6.) und bis Ende der Woche auf Mallorca auf, um den aktuellen Stand der Krankheit zu analysieren und auf dieser Basis zu entscheiden, ob auf Mallorca großflächig abgeholzt werden muss oder nicht.

Laut Informationen des "Diario de Mallorca" scheint sich abzuzeichnen, dass auf den Balearen tatsächlich das sogenannte Eindämmungsprotokoll angewandt werden kann. Das bedeutet, die infizierten Pflanzen müssen zwar herausgerissen und verbrannt werden. Allerdings wären die Eingriffe in die Natur wesentlich geringer als beim eigentlich für die xylella fastidiosa vorgesehenen Auslöschungsprotokoll. Hier müssten im Radius von 100 Metern um die infizierte Pflanze alle denkbaren Überträgerpflanzen herausgerissen und verbrannt werden.

Dieses Vorgehen würde auf Mallorca einen sichtbaren Schaden verursachen, denn inzwischen sind 156 positive Fälle des Feuerbakteriums nachgewiesen. Auf allen Balearen-Inseln sind es 252. Betroffen sind zahlreiche Pflanzen, wie etwa Mandel-, Oliven- und Oleasterbäume sowie zahlreiche Zierpflanzen und eine wilde Weinrebe. Bislang wurden an etwa 1.800 Pflanzen, die einen Verdacht auf die Krankheit aufwiesen, Proben genommen. /jk

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