Colònia de Sant Jordi: gefährlicher Sprung in die Tiefe

Das hätte auch daneben gehen können: Statt von Klippen ist auf Mallorca ein junger Mann von einer Skulptur aus ins Meer gesprungen – und verfehlte nur haarscharf die harten Uferfelsen. Anwohner filmten den Waghalsigen

26.06.2017 | 17:45
Dieser Sprung auf Mallorca hätte auch schief gehen können

Klippenspringen ist auf Mallorca schon seit Jahren ein gefährlicher Trend. Einem jungen Mann war dieser Kick wohl nicht groß genug: Am Wochenende sprang er von einer Statue in Colònia de Sant Jordi ins einige Meter entfernte Meer – haarscharf an den harten Uferfelsen vorbei.

"Das ist lebensgefährlich", lautete die Nachricht einiger Anwohner des Küstenorts, die das waghalsige Unterfangen filmten und das Video an MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" schickten. Zum einen könne die Skultpur einstürzen oder umfallen, zum anderen könne der Springer das Meer verfehlen. Beides würde verheerende Konsequenzen mit sich bringen.

Bei der Statue direkt an der Meerespromenade von Colònia de Sant Jordi handelt es sich übrigens um ein Werk des Künstlers Josep Maria Sirvent. Bereits im Jahr 2010 hatte sie für Schlagzeilen gesorgt, als herauskam, dass der frühere Balearen-Premier und spanische Umweltminister Jaume Matas von einem führenden Bauunternehmer zahlreiche Kunstwerke von Sirvent geschenkt bekommen hatte. Der Bauunternehmer erhoffte sich davon Vorteile. Unmut gab es zudem darüber, das Matas als Umweltminister die Renovierung der Meerespromenade in Colònia de Sant Jordi begünstigte. Er besaß dort selbst eine Ferienwohnung. /somo

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