Palmas umstrittener Obelisk soll trotzdem fallen

Die Denkmalschutz-Kommission des Inselrats hat am Freitag (14.7.) gegen das Votum der Sachverständigen entschieden

15.07.2017 | 10:18
Das Denkmal sa Feixina in Palma de Mallorca.

Trotz eines anderslautenden Berichts von Sachverständigen hat die Denkmalkommission des Inselrats auf Mallorca entschieden, dass der Obelisk sa Feixina in Palma de Mallorca nicht unter Denkmalschutz gestellt und abgerissen werden soll. Das Denkmal in der Avenida Argentina, das an den im Spanischen Bürgerkrieg durch die Republikaner versenkten Kreuzer "Baleares" erinnert, habe keinerlei historisch-künstlerischen Wert, hieß es nach der außerordentlichen Sitzung vom Freitag (14.7.).

Der Abriss des Denkmals aus der Franco-Zeit dürfte sich in jedem Fall eine Weile hinziehen. Nach einem Beschluss im Plenum des Inselrats müssen zunächst auch noch Eingaben zur der Entscheidung abgewartet werden. Zudem wird damit gerechnet, dass die konservative Opposition gegen die Entscheidung vor Gericht zieht.

Hintergrund: Darum ist das Denkmal so umstritten

Den Abriss hatte die Linksregierung im Wahlkampf 2015 versprochen, obwohl zwischenzeitlich bereits die Symbole aus der Franco-Zeit von dem Denkmal entfernt worden waren. Eine Anwohnervereinigung hatte jedoch gegen die Entscheidung des Inselrats Einspruch eingelegt und neue Gutachter-Berichte gefordert.

Bei der Versenkung des Kreuzers im Spanischen Bürgerkrieg starben 786 Menschen. Unter den Opfern waren auch zahlreiche Balearen-Bewohner sowie auch ein Deutscher.     /ff

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