Angst vor Strafen auf Mallorca: Angebot von Ferienwohnungen schrumpft

22.08.2017 | 11:22
Graffitis gegen Airbnb in Palma de Mallorca.

Eine Woche nach Inkrafttreten des neuen Regelwerks zur Ferienvermietung auf Mallorca sind zahlreiche Angebote aus den einschlägigen Internetportalen verschwunden. Aus Angst vor Strafen, die für Vermieter bis zu 40.000 und für Portale bis zu 400.000 Euro betragen können, wurde das Angebot ausgedünnt.

Die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" hat etwa das Angebot bei HomeAway von dieser und vergangener Woche verglichen. Waren es bis vor kurzem noch 3.363 Apartments auf Mallorca, schrumpfte die Zahl bis Montag (14.8.) auf 2.800. Die Hotelmarke Be Mate, die auf ihrer Website auch Ferienwohnungen vermittelt, nahm alle 38 Angebote auf der Insel heraus - Mallorca wird nicht mehr angeboten.

Die Initiative geht in den meisten Fällen aber offensichtlich von den Vermietern aus - in vielen Portalen gibt es weiterhin Apartments ohne Lizenz zur Ferienvermietung auf Mallorca, aber deutlich weniger. Die Eigentümer stehen vor dem Probem, dass sie einerseits die drakonischen Geldbußen vermeiden wollen, die mit dem neuen Regelwerk drohen, andererseits aber auch Gästen mit Reservierung nicht absagen wollen. Eine Vermieterin im Zentrum von Palma de Mallorca berichtet gegenüber dem "Diario de Mallorca", dass sie nicht mehr im Internet wirbt, aber zunächst weiter Gäste empfängt. Buchungen für Herbst dagegen haben sie abgesagt.

Umfrage: Was halten Sie von den höheren Strafen?

Unbeeindruckt zeigt sich nach wie vor das Portal Airbnb - dort sind weiterhin Apartments ohne Lizenz zur Ferienvermietung im Angebot, auch nicht genehmigte Unterkünfte in der Kartause von Valldemossa lassen sich noch immer buchen.  /ff

Lesen Sie hier: Fragen und Antworten zum neuen Regelwerk

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