Trotz Naturschutzgebiet: Es Trenc-Strand auf Mallorca ist wieder proppenvoll

Statt der erlaubten 1.100 Autos kommen täglich rund 5.000 Pkw angerollt und ignorieren die Straßensperren

24.08.2017 | 17:54
Viele Besucher scheren sich nicht um die Straßensperren.

Der beliebteste Strand von Mallorca, der Es Trenc im Süden der Insel, steht erneut vor dem Kollaps. Die Anzahl der täglich anrollenden Autos übersteigt bei weitem die zur Verfügung stehenden Parkplätze. Obwohl das Gesetz zum neuen Naturschutzgebiet ein Maximum von 1.100 Pkw festlegt, führen illegal abgestellte Fahrzeuge und provisorisch eingerichtete Parkplätze zu einer täglichen Autozahl von rund 5.000.

Dabei ignorieren viele Besucher die Sperren an der Zufahrtsstraße, die aufgestellt werden, sobald die regulären Parkplätze belegt sind. Die enge etwa drei Kilometer lange Zufahrt von Colònia de Sant Jordi ist häufig so verstopft, dass Krankenwagen, Feuerwehr- oder Polizeiautos im Notfall nur schwer durchkommen könnten.

Seit Einrichtung des neuen Naturschutzgebiets Parc Natural es Trenc-Salobrar gelten an dem beliebten Ausflugsziel strenge Vorschriften, um Flora und Fauna zu schützen. Während einige Maßnahmen des seit Juni geltenden Gesetzes bereits umgesetzt wurden - Hinweisschilder und Mitarbeiter, die über den Umgang mit Abfall sowie über das verbotene Ankern auf Seegraswiesen informieren -, bleibt das Parkplatzproblem auch in diesem Jahr ungelöst.

Dabei gibt es seit vergangenem Jahr die Möglichkeit, mit einem Shuttle-Bus anzureisen, der die Badegäste von Sa Ràpita bis zum Strand im Es Trenc-Dorf Ses Covetes bringt. Der erste Bus startet morgens um 10.10 Uhr am Yachtclub in Sa Ràpita, der letzte fährt abends um 18.45 Uhr in Ses Covetes ab. Zwischendurch verkehren die Busse viertelstündlich. Wer an den Parkuhren ein Ganz-Tages-Ticket (5 Euro) löst, fährt im Shuttle-Bus gratis (bis zu fünf Personen). Ansonsten kosten Hin- und Rückfahrt zusammen 1 Euro. Wer mit dem Bus aus Palma kommt, kann kostenlos umsteigen. /tg

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