Viva Hotels: Aus einer Hotelkette mach zwei

Die Viva-Häuser haben auf der Insel eine lange Familiengeschichte mit mehr als nur einem Stammbaum. Jetzt stellen die beiden Gründerväter die Weichen für die Zukunft und geben an den Nachwuchs ab

26.08.2017 | 21:22

Es war 1986, das Jahr, in dem Spanien der Europäischen Union beitrat, als die Mallorquiner Bartolomé Plomer und Pedro Pascual beschlossen, ihre ganz eigene Union aufzumachen. Der eine war Bauunternehmer, der andere handelte mit Immobilien, beide hatten bis dato Hotelprojekte für Dritte realisiert und wollten nun ihr Know-how zusammenbringen. Ein erstes Haus unter dem Namen „Garden Hotels" entstand im Nordosten der Insel.

Was mit Partnern und dem Bau von Hotels für Dritte begann, führte im Jahr 1999 zur Gründung der Hotelbetriebsgesellschaft E.T.I. (Empresa Turística Illes Balears), die die ersten Anlagen in der Bucht von Alcúdia und Cala Mesquida unter der Marke Viva Hotels führte. Die Unternehmer sammelten Erfahrungen im laufenden Betrieb, beteiligten sich mit Partnern an der Hotelkette Excellence, die mit fünf Luxushotels nur für Erwachsene in der Dominikanischen Republik, in Mexiko (Cancun) und Jamaica vertreten ist, und errichtete bis heute auf den Balearen 18 Hotels, in denen rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Unter diesem Dach entstand im Jahr 2007 auch die Marke Vanity – sie umfasst drei reine Erwachsenenhotels in Alcúdia, Cala Mesquida und Binibeca (Menorca) sowie die Fünf-Sterne-Häuser Zafiro in Alcúdia und Palmanova.

Jetzt haben sich die beiden Firmenchefs für eine neue Organisationsstruktur entschieden, in der ihre Nachkommen die Weichen für die Zukunft stellen werden. Aus einer Hotelkette mach zwei. „Es handelt sich um eine operative Trennung", erklärt Heike Charmaine Genschow, die seit sieben Jahren als Marketing-Expertin für die Viva-Gruppe tätig ist. Man werde auch weiter zusammen­arbeiten, und in der Karibik bleiben beide Familien beteiligt. Konkret gibt Bartolomé Plomer an seine beiden Töchter ab, die sich künftig um die Marke Zafiro kümmern werden. Die beiden Söhne von Pedro Pascual werden den Markennamen Vivia und Vanity weiter tragen.

„Zafiro stellt mit elf Hotels künftig den größeren Anteil", sagt Charmaine Genschow, die den Prozess für die Familien beratend begleitet. Die Viva Hotels & Vanity Hotels und Zafiro Hotels werden als eigenständige Unternehmen geführt – ein Prozess, an dem alle Mitarbeiter beteiligt seien und der im Rahmen der Vermarktung mit Reiseveranstaltern und Katalogpublikationen rund ein Jahr in Anspruch nehmen werde, erklärt Charmaine Genschow. Sie findet es gut, dass die Generationen-Übergabe mit Bedacht geschehe. Ein Vorteil von Familienunternehmen sei nun einmal, dass sie bei ihren Entscheidungen immer den mittel- und langfristigen Erfolg verfolgten.

Die nächsten Projekte: Die Hotels sollen weiter modernisiert werden, auch der Bau eines weiteren Fünf-Sterne-Hauses ist geplant, das Zafiro Palace Camp de Mar, mit Einrichtungen für Golfspieler und Sportbegeisterte der Vor- und Nachsaison. Das Grundstück sei bereits vorhanden, der Bau könne allerdings erst beginnen, wenn das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sei.

Bei den Zafiro-Hotels soll es weiterhin für die verschiedenen Altersgruppen eigene Bereiche geben, während die Vanity-Hotels Erwachsenenhotels bleiben. Im Zafiro Palace in Palmanovea können sich die Kinder zum Beispiel im Wet-Bubble-Pool austoben, während die Erwachsenen im Oasis Pool's unter sich sind. „So hat jeder seinen eigenen Erlebnis- oder Entspannungsbereich", sagt Charmaine Genschow. Und noch eine Besonderheit: „In allen Häuser kann man auch draußen frühstücken." Das wüssten vor allem die Deutschen und Skandinavier zu schätzen, die gut 80 Prozent der Gäste ausmachen.

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