Kein Investor in Sicht: Sternwarte auf Mallorca droht Verscherbelung

Mit dem Verkauf der gesamten Anlage in Costitx sollten angehäufte Schulden beglichen werden

09.09.2017 | 11:51
Besucher auf dem Gelände der Sternwarte.

Nachdem sich kein Interessent für den Kauf der Sternwarte in Costitx gefunden hat, soll die Anlage in Teilen verscherbelt werden. Das Verfahren zum Verkauf der einzelnden Komponenten der Anlage wie Gebäude, Kuppeln, Teleskope, Planetarium oder Cafetería werde voraussichtlich am Montag (12.9.) eingeleitet, so Konkursverwalter Antonio Almendros gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Wenn sich auch hierbei kein Käufer finde, werde eine Versteigerung eingeleitet. Auch die Verschrottung von Metallkomponenten schloss Almendros nicht aus.

Während der Frist von sechs Monaten habe sich kein Investor gemeldet, der bereit gewesen sei, den festgelegten Preis von 1,7 Millionen Euro für die gesamte Anlage zu zahlen. Zwar habe es Anfragen gegeben, es sei aber kein Angebot abgegeben worden. In den vergangenen Monaten war davon die Rede gewesen, dass ein ausländischer Investor Interesse hätte und ein Projekt im Bereich des Wissenschaftstourismus umsetzen wolle.

Mit dem Verkauf sollen Schulden beglichen werden, die die Vereinigung Observatorio Astronómico de Mallorca (OAM) angehäuft hat. Das Konkursverfahren läuft bereits seit Beginn vergangenen Jahres, der Betrieb ging aber in der Zeit weiter.

Die Sternwarte, die im vergangenen Jahr 25-jähriges Bestehen feierte, hat sich unter anderem mit ferngesteuerten Teleskopen und zahlreichen Entdeckungen einen internationalen Namen gemacht, beklagte aber immer auch mangelnde Finanzierung durch die öffentliche Hand.    /ff

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