Seegraswiesen im Hafen von Sóller sind stark beschädigt

Taucher bestätigen Befürchtungen der Umweltschützer: Ankernde Boote beschädigen die geschützte Posidonia

15.09.2017 | 11:36
Viele Posidonia-Büschel werden durch die illegal ankernden Boote ausgerissen.

Die Befürchtungen der Umweltschützer in Sóller haben sich bestätigt: Illegal ankernde Boote haben den Bestand der Seegraswiesen vor Port de Sóller schwer beschädigt, wie Taucher bei jüngsten Tauchgängen feststellen und fotografisch festhalten konnten. Wie die Bilder des Tauchers Gerard Pedrero belegen, reißen Bootsanker Löcher in die geschützten Posidonia-Wiesen. Hunderte von losen Büscheln treiben auf dem Meeresgrund.

Eine Studie des Meeresforschungsinstituts Imedea hatte 2011 ergeben, dass damals noch 56 Prozent des Meeresgrunds vor Port de Sóller mit Seegraswiesen bedeckt waren und beurtelte den Gesamtzustand als "gut". Von diesem Zustand sei man nun weit entfernt, bestätigten die Taucher, gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca".


Kontrollen durch die Landesregierung

Die Balearen-Regierung startete im Juli ein dreimonatiges Programm um die ankernden Yachten zu kontrollieren. Von den insgesamt zehn eingesetzten Patrouillen-Booten sind sechs an den Küsten vor Ibiza und Formentera im Einsatz, drei rund um Mallorca und eines vor Menorca. In den ersten sechs Wochen wurden mehr als 2.000 Boote dazu aufgefordert, ihren Ankerplatz zu wechseln. /tg

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