Ferienvermieter auf Mallorca beklagen massive Mindereinnahmen

Vermieter-Lobby kritisiert neues Regelwerk, das Moratorium für neue Lizenzen und hohe Strafen bei Verstößen vorsieht

21.09.2017 | 09:25
Juan Estarellas bei der Pressekonferenz am Mittwoch.

Die Neuregulierung der Ferienvermietung auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln im vergangenen August hat negative Auswirkungen auf knapp 6.400 Haushalte und bedeutet Mindereinnahmen im kommenden Jahr von fast 527 Millionen Euro. Davon zumindest geht der Vorsitzende der Vereinigung Foro Vacacional, Juan Estarellas aus. Insgesamt 16.259 Immobilien seien nun aus dem Markt der Ferienvermietung herausgefallen, so Estarellas bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (20.9.).

Die Neuregelung sieht zwar prinzipiell die Vermietung von Apartments an Urlauber vor, allerdings gilt zunächst ein bis zu einjähriges Moratorium für die Zulassung neuer Ferienwohnungen. Das neue Regelwerk sieht zudem zahlreiche Auflagen sowie deutlich höhere Strafen bei Verstößen vor. Apartments durften schon bislang nicht an Urlauber vermietet werden, allerdings wurde das in der Praxis kaum geahndet.

Hintergrund: Fragen und Antworten zum neuen Regelwerk

Das Gesetz habe eine Branche ruiniert, die eine Regulierung der Ferienvermietung gefordert habe, nicht ihr Verbot, so Estarellas. In dieser Saison habe die Nachfrage auf Mallorca im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent zugenommen, auf Menorca sogar um 94 Prozent. Bei 22 Prozent der Gäste habe es sich um Spanier gehandelt, die durchschnittliche Mietdauer betrug laut Estarellas acht Tage. Das neue Regelwerk habe das Geschäftsvolumen um knapp ein Drittel reduziert.

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