Krise in Katalonien: Banken prüfen Wegzug in andere Regionen

Caixabank und Banco Sabadell fürchten Folgen einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung

05.10.2017 | 15:44
Banco Sabadell / Caixa Bank.

Angesichts der eskalierenden Krise in Katalonien prüfen Banken, ihren Unternehmenssitz in andere Regionen Spaniens wie zum Beispiel nach Mallorca zu verlegen. So tagt am Donnerstagnachmittag (5.10.) der Verwaltungsrat von Banco Sabadell in einer außerordentlichen SItzung, um einen Umzug des Unternehmenssitzes nach Madrid, Alicante oder Oviedo zu prüfen, wie es aus Unternehmenskreisen heißt. Am meisten Aussichten werden einem Standort in Asturien zugeschrieben.

Bedeckt hält sich unterdessen die Caixabank - ein angeblich geplanter Umzug nach Mallorca im Fall einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung wird weder bestätigt oder dementiert. Es sei bislang keine Entscheidung getroffen worden, heißt es in spanischen Medien. Man werde über die Interessen von Aktionären, Kunden und Angestellten wachen.

In der Wirtschaft wird befürchtet, dass eine einseitige Unabhängigkeitserklärung zum einen eine chaotische Situation und große Rechtsunsicherheit zur Folge hätte. Zum anderen würde ein unabhängiges Katalonien nicht mehr Mitglieder der Europäischen Union sein und nicht mehr unter die Zuständigkeit unter die europäische Zentralbank fallen - was etwa Auswirkungen auf den Rettungsschirm hätte.

Hintergrund: Kann die Loslösung von Katalonien noch verhindert werden?

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