SPANIEN

Krise in Katalonien: CaixaBank zieht nach Valencia um

Ein neues Gesetz der spanischen Zentralregierung soll die Verlagerung des Gesellschaftssitzes erleichtern

06.10.2017 | 19:04
Caixabank.

Die CaixaBank zieht wegen der Krise in Katalonien mit ihrem Gesellschaftssitz nach Valencia um. Die Entscheidung fiel am Freitag (7.10.) auf einer Sitzung des Verwaltungsrats. Zunächst war auch von den Balearen als neuer Standort die Rede gewesen. 

CaixaBank ist Marktführer auf den Balearen, mit insgesamt 192 Filialen und mehr als 498.000 Kunden. Mit der Verlagerung des Gesellschaftssitzes wird das Kreditinstitut in Zukunft unter anderem seine Gesellschaftssteuern in Valencia zahlen.

Bei der Bank hatte es bislang offiziell geheißen, dass man "zu gegebener Zeit die notwendigen Entscheidungen" treffen werde. Als Ausweichstandorte wurden auch Madrid, die Balearen und Navarra genannt. Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass Banco Sabadell mit seinem Gesellschaftssitz nach Alicante umziehen will.

Der Umzug soll erleichtert werden durch ein neues Gesetz der Zentralregierung, das noch am Freitag beschlossen werden sollte. Damit sollen Unternehmen ihren Gesellschaftssitz verlagern können, ohne die Aktionärsversammlung befragen zu müssen.

Hintergrund: Kann die Unabhängigkeitserklärung von Katalonien noch verhindert werden?

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