Inselrat sagt Staus auf der Ringautobahn den Kampf an

25 Kameras will die Mallorca-Behörde an der "Vía de Cintura" anbringen. Sie sollen Aufschluss über die Fahrgewohnheiten der Pendler bringen

26.11.2017 | 09:43
Staus und stockender Verkehr sind auf der Ringautobahn um Palma de Mallorca an der Tagesordnung

Stockender Verkehr und Staus sind auch in den Wintermonaten auf Palmas Ringautobahn "Vía de Cintura" an der Tagesordnung. Der Inselrat von Mallorca will deshalb Kameras installieren, um die Fahrgewohnheiten derjenigen zu studieren, die in den Stoßzeiten von Außerhalb in Richtung Stadtzentrum unterwegs sind – und mittlefristig Maßnahmen ergreifen.

Wie der Generaldirektor für Mobilität im Inselrat, Joan Cifre, am Samstag (25.11.) bekannt gab, wolle man 25 Kameras an den Knotenpunkten der Vía Cintura anbringen, sprich: an den Ein- und Ausfahrten, an denen es sich regelmäßig staut. "Täglich sind rund 180.000 Fahrzeuge auf der Ringautobahn unterwegs, sie ist eine der meist befahrenen Straßen Spaniens", so Cifre. Ein Großteil des Verkehrsaufkommens ist Pendlern zuzuschreiben, die morgens zur Arbeit nach Palma fahren und am frühen Nachmittag wieder heraus. "Diese Stoßzeiten sind das Problem", betonte Cifre.

Er erhoff sich von den Kameras mehr Informationen darüber, wann wo und wie viele Autos die Autobahn und ihre Zugänge nutzen. Nur dann könne man Maßnahmen in Angriff nehmen, die die verfahrene Situation entspannen können. "Eine neue Fahrspur auf Höhe der Ausfahrt Son Hugo ist eine Idee", so Cifre. Auch ein Extrastreifen für schwere Lastfahrzeuge könne unter Umständen helfen. Auch neue Parkplätze in der Nähe von Bus- und Metrostationen gehören zu den Überlegungen. Sie sollen die Menschen dazu bringen, Außerhalb zu parken und gar nicht erst mit dem Auto ins Zentrum einzufahren.

"Wichtig ist, dass ein Umdenken der Menschen passiert", betonte Cifre. Denn langfristig sei auch aus gesundheitlicher Sicht nur eine Verringerung des Verkehrsaufkommens eine adäquate Lösung.  Die Erkenntnisse, die die neuen Überwachungskameras liefern werden, sollen zudem in dem neuen Mobilitätsplan einfließen, den die Politiker derzeit erarbeiten und der bis 2020 fertig gestellt werden soll. /somo

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