Raub in Puerto Portals auf Mallorca: Millionenbeute in zwei Minuten

Die Polizei verdächtigt eine international gesuchte Bande mit dem Namen Pink Panther, in der Relojería Alemana Luxusuhren im Wert von über einer Million Euro geraubt zu haben

01.12.2017 | 11:43
Am Mittwoch nahm die Polizei jeden Winkel von Puerto Portals unter die Lupe.

Der bewaffnete Raubüberfall auf den bekannten Schmuckladen Relojería Alemana in Puerto Portals auf Mallorca wurde von einer Profibande ausgeübt. Dessen ist sich die spanische Guardia Civil nach den ersten Ermittlungen sicher und hat eine Bande in Verdacht, die sich Pink Panther nennt. Die Täter seien mit großer Präzision und Geschwindigkeit vorgegangen. Innerhalb von etwa zwei Minuten erbeuteten sie Luxusuhren im Wert von über einer Million Euro und entkamen unerkannt.

Am Dienstagabend kurz vor Ladenschluss, gegen 20 Uhr, stürmten die drei maskierten und mit Pistolen bewaffneten Räuber den Laden. Dabei entwendeten sie dem Wachmann die Waffe und schlossen ihn zusammen mit der Verkäuferin in einem Nebenraum ein. Dann räumten sie alle ausgestellten Luxusuhren aus den Vitrinen - Rolex, Breitling, Hublot, Patek Philippe und ähnliche Marken - und verschwanden mit der millionenschweren Beute.

Mit langwierigen Aktionen wie dem Aufbrechen des Tresors verschwendeten sie keine Zeit. Die ganze Aktion habe zwischen ein und zwei Minuten gedauert, schätzen die Ermittler. Aufgrund der Präzision vermutet die Polizei, dass es sich um eine international bekannte und gesuchte Bande mit dem Namen Pink Panther gehandelt haben könnte.

"Ich hörte eine Frau schreien. Dann hörte ich Schläge und sah durchs Fenster, wie ein Mann in den Schmuckladen lief", erklärt eine Verkäuferin eines benachbarten Bekleidungsgeschäfts. Sie habe sofort den Sicherheitsdienst des Hafens verständigt. Die Alarmsirene lief während des gesamten Überfalls und die Polizei sei schnell gekommen. Dennoch seien die Räuber bereits über alle Berge gewesen.

Der Sicherheitsdienst wies umgehend alle Ladeninhaber der Einkaufsmeile, ihre Geschäfte zu schließen und die Gebäude nicht zu verlassen. Die Polizei durchkämmte jeden Winkel des zur Großgemeinde Calvià im Südwesten der Insel gehörenden Küstenortsteils. Ohne Erfolg. Die Räuber hinterließen keinerlei Fingerabdrücke und die Sicherheitskameras im Ort zeigen nur drei Maskierte mit Schirmmütze und verdeckten Gesichtern.
/tg

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