07. März 2018
07.03.2018

ITB in Berlin: Mallorca trommelt für Nebensaison und Klimaschutz

Premiere der neuen balearischen Tourismusministerin mit Rede auf Deutsch: Die Inseln wuchern mit Nachhaltigkeit und wollen ihren Gesetzentwurf zum Klimaschutz an den Deutschen austesten

08.03.2018 | 11:26
ITB in Berlin: Mallorca trommelt für Nebensaison und Klimaschutz

Es ist wieder ITB in Berlin - und Mallorca setzt seinen Kurs in der Tourismuspolitik fort. Nachdem im vergangenen Jahr der Stand auf die Kampagne "Better in Winter" ausgerichtet und aus nachhaltigen Materialien gebaut war, greift man in diesem Jahr wieder auf dieses Konzept zurück. Holz und Karton beherrschen das Bild.

Dafür sind viele Gesichter in diesem Jahr neu. Nach dem Abgang von Tourismusminister Biel Barceló im Zuge der Affäre um eine von Hoteliers bezahlte Privatreise hatte seine Nachfolgerin Bel Busquets Feuertaufe in Berlin. Und die meisterte sie bravourös mit einer mehrminütigen Rede auf Deutsch, in der sie über die Verwendung der Touristensteuer referierte und fünf Projekte vorstellte, die unter anderem von den rund 100 Millionen Euro, die seit der Einführung der Abgabe bereits in die Kassen gespült wurden, profitierten.

Sie habe ja bis vor etwa zehn Jahren Deutsch gelernt, sagte sie hinterher der MZ, aber man komme eben auch ziemlich aus der Übung. Die beherrschenden Themen am ersten Tag waren vor allem der Gesetzentwurf der Balearen-Regierung für eine nachhaltige Insel. Bis 2050 sollen alle Autos mit Verbrennungsmotoren von den Inseln verbannt sein, außerdem arbeitet man an einem Müllkonzept. Der zuständige Minister Marc Pons wollte sich am Nachmittag mit Vertretern von deutschen Umweltverbänden treffen, um sich weitere Anregungen zu holen.

Bel Busquets bezeichnete den deutschen Markt als "Experiment" für das ehrgeizige Vorhaben der Regierung beim Umweltschutz. Aber da sei man ja hierzulande auf einem leicht zu beackernden Territorium, sagte ein Sprecher von Balearen-Präsidentin Francina Armengol. Schließlich seien die Deutschen Umweltschutzaspekten gegenüber deutlich aufgeschlossener als viele andere Nationen. "Wenn wir nach Russland gehen und das vorstellen, da zeigen die uns den Vogel und sagen: Dann fliegen wir eben in die Karibik", sagte der Sprecher.

Ein weiteres Thema war das weitere Wachstum der Inseln in der Nebensaison, vor allem auch im deutschen Markt. Busquets hatte Zahlen parat: Demnach machten die deutschen Urlauber im vergangenen Jahr zwischen Oktober und Mai zwischen 35 und 38 Prozent der Gesamturlauber auf den Inseln aus, im Sommer seien es lediglich 23 bis 25 Prozent. Und die Ausgaben der Deutschen in diesem Zeitraum steigen auch weiter, auf rund 136 Euro pro Tag.

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